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Die Modebloggerin

Trends, Selbstgemachtes und Outfits – darüber bloggt Evelyn Höllrigl seit zwei Jahren. Das besondere dabei, sie schreibt dreisprachig.

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Bild: David Klotz
Seit zwei Jahren bloggt Evelyn Höllrigl auf „The ME Fashion" über Mode, Trends und junge Designer. Dafür nimmt sie sich Zeit und veröffentlicht durchschnittlich ein bis zwei neue Posts pro Woche. Zugegeben, die Südtirolerin studiert und lebt in Wien, was das Vorhaben wohl etwas einfacher machen dürfte. Doch Evelyn winkt ab: Sie teile ihre subjektiven Modeerscheinungen mit, die eine Mischung aus beiden „Welten" seien. Ihr Blog wirkt professionell, die mehrsprachigen Beiträge sind kurz, dafür gibt es umso mehr Fotos. Das kommt an: Knapp 1.300 angemeldete Leser habe sie mittlerweile. Die Mode und ihr Blog sind derzeit allerdings noch reines Privatvergnügen. In ein paar Tagen absolviert sie ihre Magisterprüfung in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften. Was danach kommt, stehe noch in den Sternen, aber sie würde gerne ihre Leidenschaft zum Beruf machen und mit dem Schreiben Geld verdienen. Derzeit arbeitet sie nebenbei freiberuflich für einen Musiksender. "Das hat manchmal indirekt etwas mit Mode zu tun, beeinflusst doch die Musik stark die Modewelt und umgekehrt", sagt sie. 
 
Warum bloggst du?
Primär wollte ich Selbstgebasteltes, -designtes und -genähtes posten, doch der Blog hat sich im Laufe der Zeit mit mir entwickelt. Kurz gesagt: Ich war einfach von schönen Kleidern und Gegenständen fasziniert und brauchte einen kreativen Puffer für Ideen und Entdeckungen.
 
Wie bist du dazu gekommen?
Geschrieben habe ich immer schon und da kam dann plötzlich, durch eine Freundin, der Ansporn über Mode zu schreiben. Ich wachte eines Tages im Mai 2011 auf und hatte eine Mail im Postfach mit den Zugangsdaten zum Blog und der neuen Mailadresse. Alles war schon vorbereitet, nur noch schreiben musste ich selbst.
 
Wie viel Zeit investierst du in deinen Blog?
Für einen Blog braucht es irrsinnig viel Zeit. In intensiven Monaten können das schon mal ein bis drei Stunden am Tag sein. Aber es lohnt sich immer wieder aufs Neue.
 
Was möchtest du mit deinem Modeblog erreichen?
Am Anfang war es ein schlichter Monolog über Mode und DIY (Do it yourself, Anm.d.Red.). Mitlerweile habe ich mir zum Ziel gesetzt Grenzen zu durchbrechen. Deshalb schreibe ich auch dreisprachig. Englisch, Italienisch und Deutsch. Ich alterniere dabei Posts auf Deutsch und Italienisch. Es ist ein Vorteil mehrere Sprachen zu können, und das soll man auch ausnutzen. Das Potenzial der Zweisprachigkeit, das wir in Südtirol „geschenkt“ bekommen, kann im Rahmen eines Blogs sehr behilflich sein. Als Südtiroler hat man zwei verschiedene, interessante und bunte Kulturen direkt vor der Haustür und, wieso nicht, zwei Modewelten. Wenn das nicht spannend ist!
 
Wie würdest du den Modestil der Südtirolerin beschreiben? 
Die Südtirolerin ist modebewusst und stets gut gekleidet, was fehlt ist der Hang zum Wagnis. Schrill und Ausgefallen hängen selten in ihrem Kleiderschrank. 
 
Welche Basics sollte jede Frau im Schrank hängen haben?
Als bekennende „Schwarzseherin“ (aber nur in Sachen Mode) sind eine schwarze Jeans, T-Shirt und Pulli ein Muss. 
 
Was ist heuer im Sommer in und auf was sollten wir lieber verzichten?
Sprechen wir doch ein kollektives, digitales: „Ich verzichte auf Crocs!“ aus. Bitte? Ansonsten ist alles erlaubt, das ist ja das Schöne am Sommer: Man ist braun und gut gelaunt und da sieht alles super aus.
 

Judith Dietl

arbeitete eine Zeit lang im hohen Norden, jetzt BARFUSS-Redakteurin der ersten Stunde. Ist lieber barfuß unterwegs, weil lässt sich ungern einengen.
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