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Ullis Alpträume

Ulli kann nicht mehr ruhen. Sogar im Traum verfolgen sie diese ganzen Moscheen.

Liebes Tagebuch,

gestern Abend hatte ich einen Alptraum. In jeder Gemeinde Südtirols stand neben dem Rathaus statt der Kirche eine Moschee. Aus der Ferne konnte man gar nicht mehr erkennen, ob das nun eine Bergspitze oder ein Minarett war. Frauen mit Kopftüchern und Männer mit Turbanen riefen mir zu: Allahu akbar! Gott ist groß! Wie eine Geisteskranke rannte ich durch die Menge. Irgendwann bin ich schreiend aufgewacht. Was war ich froh, als ich am nächsten Morgen den Kirchturm an der gewohnten Stelle vorfand!


Sicher ist dieser Traum eine Nachwirkung meines Auftritts in Eberhard Daums Sendung „Im Stadtcafé“. Ich bin halt doch sensibler, als allgemein angenommen wird. „Angst vor dem Islam?“ lautete der Titel der Sendung. Es ging um einen möglichen islamischen Friedhof in Meran. Als Urfreiheitliche habe ich mich natürlich strikt dagegen ausgesprochen. Das Gegenteil habe ich von meiner grünen Kontrahentin Brigitte Foppa erwartet.


Aber ich war ganz schön erstaunt, wie unberechenbar sie sein kann! Sie meinte doch glatt, dass meine Vorschläge der „Integration“ wunderbar seien! Ist denn das zu glauben? Über eine Zusammenarbeit würde sie sich sehr freuen. Ich dachte, ich hör nicht recht. Also entweder, die glaubt, dass wir Freundinnen werden. Baaah! Oder sie ist noch heuchlerischer als die Grünen sowieso schon sind. Wollen die jetzt etwa auf Kuschelkurs mit uns gehen? Unsere Werte hätten die gerne. Umfragen zufolge sind wir die zweitstärkste Partei im Land.


Natürlich hab ich Nullkommanull mit dieser Erbsenesserin gemeinsam. Aber weil ich ständig aufpassen muss, dass ich ja keinen von den Ausländern zu arg beleidige, verschwimmt meine ganze Botschaft. Ich bin ja auch blöd, dass ich von meinem Bekannten Ahmed erzählt habe, jetzt glauben die Leute womöglich noch bei der Mair gehen Moslems zu Hause ein und aus. Dabei kaufe ich bei dem doch nur mein Gemüse und ich hab eh betont, dass er anders ist: Ein Moslem, der keine Moschee braucht, der seine Kinder in den Religionsunterricht schickt. So habe ich auch nichts mehr gegen Moslems, sind ja im Grunde keine mehr!
Dass die Foppa keine Ahnung von nichts hat, zeigte, dass sie von einer „Sprachgruppe“ redete. Aber hier geht es um eine Religion. Um den I-S-L-A-M! Sapperlott noch mal, sind denn alle blind? Heute wollen sie dieses Recht, morgen das nächste. Aber nicht mit uns! Herrje, wenn ich im Ausland bin, dann passe ich mich auch an.
Buh, jetzt hab ich es wieder einmal geschafft ... Lauter negative Gedanken vor dem Schlafengehen! Bestimmt schwitze ich heute Nacht das Laken voll. Ob meine übliche Strategie da noch funktioniert? Die Augen schließen und hoffen, dass alles vorüber ist, wenn ich aufwache. Wenn’s nicht klappt, bleib ich einfach im Bett liegen. Merkt ja eh keiner.

Barbara Bachmann

ist freie Journalistin und in der Welt zu Hause. Als Reporterin sucht und findet sie gute Geschichten wie das Schwein den Trüffel.
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Liebes Tagebuch

Die geheimen Gedanken unserer Politikerinnen. BARFUSS sind die Tagebücher von Ulli Mair und Brigitte Foppa zugespielt worden. Über die Echtheit besteht kein Zweifel ;-)

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