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Der blaue Rausch

So ein Ergebnis muss gefeiert werden! Ulli ließ es gestern richtig krachen.

Liebes Tagebuch,

buh, was für eine Nacht! Wir haben gestern noch lange gefeiert, ein richtiger blauer Rausch mit alkoholfreiem Bier war das. 11.30 Uhr ist es jetzt, so spät bin ich schon lange nicht mehr aufgestanden. Was mache ich denn heute? Ich kann noch gar nicht glauben, dass der Wahlkampf zu Ende ist. Ich muss nicht mehr in jede Kamera grinsen und die Solariumsbesuche kann ich auch reduzieren, meine Augenfältchen werden es mir danken.


Vorhin habe ich eine SMS bekommen, von, na klar, dem Egger. „Gratuliere euch zu dem Ergebnis. Thomas!“ Ha!!! Ich muss zugeben, das hat sich gut angefühlt. Er hat mit seinem Bündnis ja völlig abgeloost. Bestimmt klopft er bald wieder an unsere Tür, aber nicht mit mir, Freundchen!


Sogar der Pöder hat mir gestern auf meine Mailbox gesprochen. Herrjeh! Wie kommt der darauf, dass ICH IHM antworten würde? Dem müsste doch klar sein, dass ich in einer etwas anderen Liga spiele. Und gerade klingelt schon wieder das Telefon, aber soll es ruhig, ich geh nicht ran. Den wichtigsten Anruf habe ich ohnehin schon gekriegt: HC Strache hat uns aus Wien gratuliert. Bei dem Ergebnis kein Wunder! 17,9 Prozent, das sind sechs Sitze. Und für mich 31.171 Vorzugsstimmen. Das hat sogar den Luis überrascht. Wir Freiheitlichen sind eindeutig die zweitstärkste Partei im Land. Aber immer noch sitzen wir in der Opposition, und das jetzt auch noch gegen diese Lusche Arno Kompatscher. Dem werde ich Saures geben! Wenn ich etwas hasse, dann Leute, die selbst gerne austeilen, aber unqualifizierte Aussagen tätigen (dazu meint mein Therapeut: Man hasst immer das am anderen, mit dem man selbst Probleme hat. Papperlapapp!).


Sicher ist: Die Zeit ist auf unserer Seite! Irgendwann stürmen wir den ersten Platz und lassen das Edelweiß hinter uns. Ich träume von einem Südtirol, an dessen Spitze Ulli Mair steht. „Ach, Ulli“, sagt der Pius dann immer, „mit den Füßen auf dem Boden bleiben! Abheben wirst du noch, wenn sie dich auf einer rosaroten Bahre über den Waltherplatz tragen.“

Barbara Bachmann

ist freie Journalistin und in der Welt zu Hause. Als Reporterin sucht und findet sie gute Geschichten wie das Schwein den Trüffel.
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Liebes Tagebuch

Die geheimen Gedanken unserer Politikerinnen. BARFUSS sind die Tagebücher von Ulli Mair und Brigitte Foppa zugespielt worden. Über die Echtheit besteht kein Zweifel ;-)

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Naja, den Artikel finde ich eigentlich nicht witzig. Er ist im prinzip voll mit Vorurteilen, Beleidigungen und Unterstellungen. Ein ganz schlechter Stil wie ich finde.

Nur meine Meinung.

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