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Wann, wenn nicht jetzt? Bald können unsere Eltern und Großeltern uns nichts mehr „von damals“ erzählen, Zeitzeugen aus der Zeit des Faschismus und Nationalsozialismus sind schon heute rar. Das Gedenkjahr 2014 nahmen die Vereinigten Bühnen Bozen zum Anlass, um Stimmen von Zeitzeugen Raum zu geben. Im Theaterstück Spuren der Erinnerung, das noch bis Sonntag im Bozner Stadttheater gespielt wird, lassen 10 Zeitzeugen das Publikum an ihren Erinnerungen teilhaben. Das Theaterstück baut auf 60 Zeitzeugeninterviews auf, die die VBB mit dem Regisseur Alexander Kratzer, der Dramaturgin Elisabeth Thaler, dem Kameramann Mike Ramsauer und in Zusammenarbeit mit der Filmschule zelig und der Universität Innsbruck im vergangenen Jahr geführt haben.
Das universitäre Projekt „Die Südtiroler Option 1939: Rezeption, Erinnerungs- und Erfahrungsgeschichte, museale Darstellung“ unter der Leitung von Eva Pfanzelter vom Institut für Zeitgeschichte beschäftigt sich noch bis Februar 2015 mit der Südtiroler Option. Ziel des Projektes ist es aufzuarbeiten, inwiefern die Erinnerung an die Option auszumachen und wie diese charakterisiert ist. Nach Kriegsende wurde das Thema totgeschwiegen und verdrängt, optionsbezogene Motive wurden dennoch bis heute weitergetragen. Dies soll der Bevölkerung vermittelt werden und sie dabei Entwicklungen bis heute reflektieren lassen. Ein Gedenkjahr soll ja vor allem auch eines: zum Denken anregen.
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