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Autonomie weiterdenken

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Bild: VBB

(Medienpartner)

„Tipp du, mit deinen Augen, mit deinen Daumen, dein eigenes Statut, teil es mit deinen Nachbar:innen. Lass sie deine Gedanken vervollständigen, überschreiben, zerdenken. Für jedes neue Jahr soll es 10 weitere Statute geben und dann noch eines und noch eines und noch eines, bis wir uns nicht mehr voneinander unterscheiden können, weil wir beide gleich verschieden sind. Es muss alles genau so dastehen, wie es dasteht. Schreibt weiter. Stop war. Create peace“, so ein Auszug aus Artikel 59 des neuen Autonomiestatus, das die aus Südtirol stammenden Autor:innen Anna Neuwirth und Martin Troger (Duo neutro), Annalisa Cantini und Nadia Rungger in einem kollektiven Überschreibungsprozess für verfasst haben. Unter Einbeziehung neuer Werte für ein künftiges Miteinander in Südtirol und Europa ist ein multiperspektivischer, multilingualer Text entstanden. 115 spannende Artikel, die Diversität einfordern, Respekt, Anerkennung und Mitgefühl. Und Dialog einfordert. Dieses Statut braucht ein Gegenüber. Ja, ohne ein aufmerkendes Ohr ist es undenkbar.

Deshalb hatten Südtirols Bürgerinnen und Bürger Anfang September die Möglichkeit, ihre Gedanken und Wünsche zum Statut festzuhalten und zwar auf Säulen auf verschiedenen Plätzen in Bozen, St.Ulrich, Schlanders, Neumarkt und Brixen. Die gesammelten Beiträge, Zeichnungen und Gedanken werden heute im Rahmen der Veranstaltung AUTONO … WHO CARES? auf Schloss Sigmundskron ab 18 Uhr vorgestellt. 

Der partizipative Teil des Projekts und das neu-geschriebene, poetische, Autonomiestatut wird als multidisziplinäre Performance im geschichtsträchtigen Innenhof des Schloss Sigmundskron in Bozen präsentiert und ist Teil eines Programms für Jung und Alt mit einem Live-Konzert des Elektro-Pop-Duos Elis Noa, DJ-Set von Davide Piras (Tanzen Ist Auch Sport/Brixen) begleitet von den Visuals von Dizzy Viper.

Der Eintritt ist frei

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