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Jordi Beltramo in Brixen

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Bild: dekadenz

Mit 15 erkrankt Jordi Beltramo, der heute in Meran lebt, an einer Hirnhautentzündung, von der er eine spastische Hand mitnimmt. Ungehindert durch das vermeintliche Handicap verlässt Jordi mit 18 Jahren seine Heimat Piemont, um durch Europa zu reisen. Inspiriert vom Straßentheater beginnt seine Karriere als freier Künstler. Über die Jahre entwickelt er verschiedenste Figuren: Von der lebenden Statue über den romantischen Pantomimen bis hin zum poetischen Clowndoktor beim Verein Medicus Comicus. Seine Figuren zeigt er im Theater, ab und zu im Fernsehen (unvergessen der Auftritt 2016 bei „Italia’s Got Talent“) und bei den bekanntesten Straßentheaterfestivals von St. Petersburg bis Dubai sowie an unzähligen Plätzen in Europas Städten.

Nun hat Jordi Beltramo seiner Hand eine eigene Show gewidmet: Handmade.

Diese Show entwickelt er mit Evi Unterthiner, die in Frankreich, Österreich und Italien Schauspiel, Theaterpädagogik und Körpertheater studiert hat. Was haben die beiden Artisten nun gemeinsam geschaffen? “Handmade ist eine surreale Show über die Transformation eines Defektes in einen Vorteil“, beschreibt Beltramo.

Die Mittel, die Jordi wählt, sind Tanz, Figurentheater, Schauspiel und Clownerie. Die Geschichte von Jordi und seiner Hand kommt fast ohne Worte aus. Die Sprache von Beltramo und Unterthiner sind die Bewegungen, die Bilder, die Atmosphären, die szenischen Ideen, die verspielten Literaturzitate. Am Ende steht die Erkenntnis: „Wenn du das Geschenk zu deinem gemacht hast, könnte schon ein anderes bereitstehen!“

“Handmade” von und mit Jordi Beltramo in Zusammenarbeit mit TeatroZAPPAtheater in der Regie von Evi Unterthiner ist mit Unterstützung des Assessorats für italienische Kultur der Autonomen Provinz Bozen entstanden und feiert beim Straßenkunstfestival Asfaltart Premiere. Eine Vorpremiere zeigt die Dekadenz in Brixen am 28. und 29. Mai um 19:30. Einen Vorgeschmack darauf gibt der Trailer.

Reservierungen unter www.dekadenz.it.

 

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