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Steigende Energiepreise und das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit führen dazu, dass immer mehr Haushalte nach Möglichkeiten suchen, ihren Stromverbrauch zu senken. Eine besonders einfache Lösung bieten Mini-Photovoltaikanlagen – auch Balkonkraftwerke genannt. Sie bestehen meist aus einem Solarmodul und einem Mini-Wechselrichter und können direkt am Balkon oder auf der Terrasse installiert werden.
Modelle mit bis zu 350 Watt Leistung gelten als sogenannte „Plug & Play“-Anlagen und dürfen von Verbraucher:innen selbst in Betrieb genommen werden. Für leistungsstärkere Anlagen bis 800 Watt ist die Unterstützung durch einen Elektriker nötig, der die fachgerechte Anbindung ans Hausnetz sicherstellt.
Was beim Kauf und der Installation zu beachten ist
Vor der Inbetriebnahme sollten jedoch einige wichtige Punkte abgeklärt werden:
Je nach Voraussetzungen können Verbraucher:innen von steuerlichen Erleichterungen profitieren: In vielen Fällen lassen sich 36 % bis 50 % der Anschaffungskosten steuerlich absetzen.
Ersparnis und Wirtschaftlichkeit
Laut Christine Romen von der Verbraucherzentrale Südtirol lohnt sich die Anschaffung vor allem dann, wenn der erzeugte Strom zeitgleich verbraucht wird. Denn eine Vergütung für eingespeisten Strom gibt es bei diesen Anlagen nicht.
Ein einzelnes 350-Watt-Modul kann auf einem gut ausgerichteten Südbalkon jährlich etwa 240 bis 300 kWh erzeugen – das entspricht einer Stromkostenersparnis von 46 bis 57 Euro bei einem Preis von 0,19 €/kWh. In Anbetracht der überschaubaren Investition von etwa 450 bis 600 Euro rechnet sich das in wenigen Jahren – vorausgesetzt, es sind keine umfangreichen Installationen am Stromnetz erforderlich.
Testurteil: viele Mängel bei der Sicherheit
In der Juni-Ausgabe hat die Stiftung Warentest verschiedene Mini-Photovoltaikanlagen auf Ertrag, Handhabung und Sicherheit geprüft. Das Ergebnis: Nur 25 Prozent der Modelle schnitten mit „gut“ ab. Vor allem bei der Standsicherheit zeigten sich gravierende Mängel: Mehr als die Hälfte der getesteten Module verfügte über Halterungen, die sich bei starkem Wind verformten oder brachen.
Die vollständigen Testergebnisse sind unter www.test.de abrufbar oder kostenlos in den Südtiroler Bibliotheken einsehbar.
Beratung und weiterführende Infos
Detaillierte Informationen bietet die Verbraucherzentrale Südtirol auf ihrer Website – inklusive eines praktischen Infoblatts zu Mini-Photovoltaikanlagen. Außerdem gibt es persönliche Beratung rund ums Bauen, Wohnen und Energiesparen – jeden Montag von 9–12 Uhr und 14–17 Uhr telefonisch unter 0471-301430.
Quelle:Support BARFUSS!
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