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Straßenzeitung zebra.

Nicht nur Frauensache

Über das Kochen und seine Begeisterung für Kräuter kam David Lanthaler zur selbstgemachten Kosmetik. Im Interview erklärt er, warum Hautpflege nicht nur Frauensache ist.

Der Erlebnispädagoge David Lanthaler aus dem Passeiertal weiß: Es ist nicht egal, was Mann sich auf die Haut schmiert. 

Warum haben Sie sich entschieden, Pflegeprodukte selbst herzustellen?
Ich bin viel in der Natur unterwegs und als leidenschaftlicher Hobbykoch habe ich angefangen, mich intensiver mit der Kräuterwelt Südtirols auseinanderzusetzen. Diese hat mich so überzeugt, dass ich begonnen habe, auch Tinkturen, Salben und Cremen aus einheimischen Kräutern herzustellen.

Wie hat Sie diese Lebensumstellung verändert?
Mein Alltag gestaltet sich heute viel einfacher. Anstatt zehn Kosmetikprodukte zu verwenden, komme ich auch locker mit drei aus. Ich verbringe mehr Zeit damit, beim Wandern meine Welt besser wahrzunehmen, die Natur intensiver zu genießen und dabei meine Kräuter zu sammeln. Zudem habe ich einen besseren Draht zu meinen Großeltern, da ihre Generation sehr naturverbunden war, und sie sich so bestens auskennen.

Salben, Öle, Tinkturen – nicht nur Frauensache?
Ich bin zwar auf Fortbildungen oft der einzige Mann, aber in der heutigen Zeit ist das eigentlich egal. Die Überzeugung dahinter ist das, was zählt.

Wie reagiert ihr Freundeskreis darauf?
Meine Freunde reagieren ganz unterschiedlich darauf. Manche wissen nichts davon, manche interessiert es nicht sonderlich und wieder andere sind total begeistert. Sie finden es toll, dass ich Produkte selber herstelle. Der Einstieg ist an sich nicht schwer. Ein guter Wille reicht aus. Es gibt sehr gute und einfache Bücher, die helfen.

Würden Sie die Herstellung von eigener Kosmetik weiterempfehlen und wenn ja, warum?
Ich empfehle es natürlich weiter. Es ist eine schöne, stressfreie Tätigkeit. Man ist viel in der Natur unterwegs, muss sich aber auch die Zeit nehmen, die Produkte herzustellen. Diese Zeit investiert man aber nicht nur in seine Produkte, sondern auch in sich selbst. Man kann sich vom Alltag erholen und tut sich selber Gutes. Auf jeden Fall leisten wir damit auch einen Beitrag für eine nachhaltigere Welt. Ich denke mir immer: Wenn jeder Mensch nur genau so viel von der Natur nehmen würde wie er selbst braucht, bräuchte es keinen Naturschutz.

Text von Petra Baumgartner und Simona Grünberger

Der Artikel ist erstmals in der 55. Ausgabe (März 2020) der Straßenzeitung zebra. erschienen.

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Beim Zebrastreifen am Bahnhof, vor der Bäckerei, neben dem Dom – die VerkäuferInnen der Organisation für eine solidarische Welt bringen zebra. druckfrisch unter die Leute. Sie sind an ihren Ausweisen gut erkennbar und verkaufen die Straßenzeitung für drei Euro. Die Hälfte davon geht in die Produktion, die anderen 1,50 Euro bleibt dem/der VerkäuferIn. Pro Ausgabe wird ein zebra-Artikel hier auf BARFUSS veröffentlicht – zum Reinschnuppern ins neue Heft.

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