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BARFUSS hat Zahlen zu Südtirols Freiwilligen Feuerwehren recherchiert und sie mit jenen in Nord- und Osttirol verglichen. Ein überraschendes Ergebnis.

Südtirols Freiwillige Feuerwehren sind im Vergleich zu jenen in Nord-und Osttirol deutlich breiter aufgestellt: Je Gemeinde gibt es hierzulande fast doppelt so viele Feuerwehren. Außerdem kümmert sich eine Südtiroler Feuerwehr durchschnittlich um ein kleineres Gebiet und weniger Zivilisten.

Mit dem idealistischen Bild eines feuerbezwingenden Mannes ist es nicht mehr weit her. Denn Feuerwehrmänner sind heute viel häufiger damit beschäftigt, Menschen aus Unfallautos zu schneiden, Gefahrengut zu bergen und bei Naturkatastrophen auszuhelfen, als brennende Häuser zu löschen.
 
In Sachen Zivilschutz ist die Freiwillige Feuerwehr unverzichtbar, sie ist aber auch ein Verein. Vor allem auf dem Land stärkt sie das Zusammengehörigkeitsgefühl und bietet eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Ohne Vereine wären viele Dörfer wohl schon lange ausgestorben und dem Verfall preisgegeben.
 
 
Quellen Infografik: Astat, Statistik Austria, LFV Südtirol und LFV Tirol.
 

 

 

Magdalena Jöchler

lebt und werkelt in Wien. Sie erzählt gerne Geschichten, die hoffentlich auch gelesen werden. Nein, sie ist nicht mediengeil.
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also entweder ich bin zu blöd und kapier's nicht oder diese zahlen stimmen hinten und vorne nicht zusammen. kann mir wer erklären, wie man angesichts der obigen angaben zum beispiel auf die zahlen bezüglich feuerwehrmänner pro zivilisten kommt? das verhältnis scheint mir im bundesland tirol viel kleiner. 32.000 auf 700.000 ist doch viel mehr als 17.000 auf 500.000.

Hallo Hunter,
richtig ist: 306 Freiwillige Feuerwehren auf 500.000 Einwohner in Südtirol und 340 FF auf 700.000 in Nord- und Osttirol. Mit dem Vergleich 1 FF für 1.659 Zivilisten (Südtirol) und 2.091 Zivilisten (Nord- und Osttirol) ist schon alles in Ordnung.

ok, jetzt hab ich verstanden. es geht also rein um die anzahl der wehren. aber ist so ein vergleich sinnvoll? im bundesland tirol sind die kleinen wehren der einzelnen weiler und fraktionen halt der gemeindewehr unterstellt. gerätschaft und fuhrpark (auch feuerwehrhäuser usw.) haben sie dennoch. das ist ja nur eine frage der hierarchie. viel aussagekräftiger ist doch wohl das verhältnis zwischen zivilisten und feuerwehrmännern. und das ist in nord- und osttirol viel kleiner. d.h. es gibt verhältnismäßig mehr feuerwehrmänner als in südtirol.

Natürlich wäre ein Fuhrpark-Vergleich noch interessanter. Darüber gibt es allerdings keine offen zugänglichen Daten. Ein Vergleich mit dem Bundesland Tirol ist trotzdem aufschlussreich und kann - wie du richtig sagst - aufzeigen wo die Unterschiede liegen. Anlass die Wehren pro Gemeinde zu erheben waren persönliche Beobachtungen in Gemeinden, wo es bis zu 4 FF gibt, jede mit eigenem Gerätehaus und Fuhrpark. Deshalb habe ich mir mal die Frage gestellt, ob hie und da vielleicht etwas weniger geprotzt werden könnte. z.B. ob es sinnvoll ist, wenn im Umkreis von 1-2 km zwei Gerätehäuser betrieben werden. Die Sinnfrage ist ein sensibles Thema, immerhin geht es auch um Menschenleben - diese Frage müsste man deshalb wohl einem Experten stellen.

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