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Frühjahrsausstellung auf Schloss Kastelbell

5 Künstlerinnen, 5 Positionen

Die Frühjahrsausstellung 2018 auf Schloss Kastelbell ist der Kunst von fünf zeitgenössischen Protagonistinnen gewidmet, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Susanne Loewit_ Still 8, Öl auf Leinwand, 2017.jpg

Susanne Loewit: Still 8, Öl auf Leinwand, 2017

Bild: Georg Loewit

Zweimal im Jahr steht das Schloss Kastelbell ganz im Zeichen der Kunst. Die diesjährige Frühjahrsausstellung widmet sich aber nicht nur dem Werk eines einzigen Kunstschaffenden, sondern hat sich zum Ziel gesetzt, fünf verschiedene Perspektiven von fünf verschiedenen Künstlerinnen aufzunehmen: Marie-Cécile Boog, Ilse Abka Prandstetter, Gutta Lageder, Susanne Loewit und Elke Krystufek werden vom 22. April bis 17. Juni 2018 ihre Werke auf Schloss Kastelbell ausstellen.

5 Positionen/Posizioni ist der Titel der Ausstellung, die keinem Hauptthema unterstellt ist. Jeder der fünf Künstlerinnen aus Österreich und Bayern ist ein eigener Raum in den alten Schlossgemäuern gewidmet. Diesen stattet die Künstlerin mit einem selbstgewählten Thema aus, das wiederum als „Leitfaden“ für das jeweilige Kunstwollen aufzufassen ist.

Bild: Schloss Kastelbell

Die fünf Positionen

Während sich Ilse Abka Prandstetter, Elke Krystufek, Gutta Lageder und Susanne Loewit mit Arbeiten aus unmittelbarer Vergangenheit oder jüngster Zeit in Form zyklischen Schaffens vorstellen, gewährt Marie-Cécile Boog mit einer kleinen Retrospektive, Einblicke auf ihr interessantes, vielseitiges und spannendes Werk.

Im plastischen Schaffen von Marie-Cécile Boog ist die Nähe zu Lehrer Fritz Wotruba ersichtlich, die Nähe zum „Lebensmenschen“ Herbert Boeckl ist hingegen im malerischen Werk unübersehbar. Setzt man sich mit dem Werk Boogs eingehender auseinander, so sind klare Parallelen zu den großen Meistern erkennbar, der Prozess der unmittelbaren Loslösung aber dennoch deutlich spürbar.

Ilse Abka Prandstetter hat an der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert und lebt heute vorwiegend in Aldrans bei Innsbruck. Ihre jüngsten, rein abstrakten, meist großformatigen, rahmenlosen Arbeiten, die sie mit Draht-Objekten früherer Jahre kombiniert, widmet sie dem großen Thema „Innere Landschaften“.

Die in Südtirol aufgewachsene Gutta Lageder kann in ihren „Steinbruch-Arbeiten“ das Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit immer wieder steigern. Der Umgang mit einfachen Mitteln wie beispielsweise Wellpappe spornt sie zu ungeahnten Möglichkeiten in der Objektkunst an.

In den Arbeiten letzterer Jahre richtet die Tirolerin Susanne Loewit – aus der Landschaftsmalerei kommend – ihr Kunstwollen auf eine interessante Auseinandersetzung, deren Thema der Mensch und insbesondere die Frau ist. In den farbintensiven Werken von 2017 arbeitet sie auf Grundlage fototechnischer Vorarbeiten und konzentriert sich in der malerischen Umsetzung auf interessante Details und Ausschnitte.

Elke Krystofek zählt zu den renommiertesten Künstlerinnen Österreichs. Die Vielseitigkeit im künstlerischen Ausdruck – sei es als bildende Künstlerin, als Fotografin oder als Installationskünstlerin – zeigt sich sehr authentisch in gesellschaftskritischen Formulierungen und in der Hinwendung zur menschlichen Figur, vor allem aber zum Porträt.

Die Ausstellung „5 Positionen/Posizioni“ mit einem Einblick in das Werk von fünf Künstlerinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ist bis 17. Juni 2018 auf Schloss Kastelbell zu sehen.
Öffnungszeiten: DI-SA 14-18 Uhr, SO 11-18 Uhr (MO geschlossen)

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