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Die Schweine kommen

Schweine, „Wegrichter“ und ein Junggesellenabschied sorgen für Aufruhr auf der Spitzenalm.

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Bild: Petra Schwienbacher

Am Mittwochmorgen hören wir von weitem bereits die großen Maschinen brummen. Endlich sind sie da, die Straßenarbeiter, die den steinig holprigen Forstweg mit schwerem Gerät wieder in Schuss bringen. Mit reichlich Verspätung, aber immerhin. Wir atmen alle erleichtert auf, denn schon lange haben wir uns darauf gefreut.

Mit dem sogenannten „Ripper“ werden alle großen Steine ausgegraben – der „Gräder“ dagegen walzt die Erde platt. Wir bekommen zum Glück doch noch eine autoschonende Straße. Auch die Schweine sind angekommen und tragen grunzend ihren Teil zum idyllischen Almbild bei.

Auf zum Kuhtreiben

Der Ablauf beim Bedienen klappt immer reibungsloser, was mich total erleichtert. Das Anschneiden des Käse, was besonders Hansi schon lange in Vorfreude versetzt hat, feiern wir bis spät in die Nacht mit unseren Freunden aus dem Tal. Jetzt kann man den Spitzenkäse direkt auf der Alm kaufen und er findet glückliche Abnehmer. Ein bisschen wehmütig ist Hansi dann doch, wenn er jetzt Abschied von „seinem“ Käse nehmen muss.

Wenn ich Zeit habe, begleite ich Günther und Benny nun beim Kuhtreiben. Wir bringen sie auf das „tote Moos“, eine wunderschöne kleine sumpfige Wiese inmitten von dichtem Nadelwald. Kleine weiße Blüten, die aussehen wie Wattebäusche, lassen den Ort märchenhaft aussehen. Nur der nasse Untergrund und die vielen Krabbeltiere dämpfen die Begeisterung ein wenig und natürlich der etwas anstrengende Rückweg.

Schon bald werden die Kühe weiter Berg aufwärts grasen. Auch Ala begleitet uns. Vielleicht wird aus ihr eines Tages ein richtiger Hütehund, wer weiß?

Junggesellenabschied auf der Alm

Aus einem jungen Burschen aus dem Tal wird jedenfalls bald ein richtiger Ehemann. Er feiert mit seinen engsten Freunden einen Teil seines Junggesellenabschiedes bei uns auf der Alm. Die Spiele, die sich seine Kollegen ausgedacht haben, sorgen für viele Lacher. Da hilft auch der leckere Preiselbeerschnaps der bei den Jungs in Strömen fließt. Inzwischen ist übrigens auch der Melissenschnaps, der von den Hirten vor drei Wochen angesetzt wurde, zum Genuss bereit.

Jeder Tag hier oben ist von fröhlichen Momenten geprägt, zu lachen gibt es genug, was nicht nur an Benny's Witzen und seiner perfekten Nachahmung des „Mortschuner Peppm“ liegt, sondern auch an unserem neuen Zeitvertreib, wenn wir mal nicht so viel zu tun haben: dem Wettmelken.
 

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Petra Schwienbacher

mag große Hunde, ihre rote Rostlaube und Mamas Lasagne. Sie ist laut ihren Freunden immer lustig und labert gerne Blödsinn. Beim Schreiben kann sie aber auch ernst bleiben.
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