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Lichtstudio Eisenkeil

Wenn Licht zum Erlebnis wird

Die Erfolgsgeschichte des Lichtstudio Eisenkeil begann vor 60 Jahren. Heute ist das Familienunternehmen in Südtirol führend im Bereich Lichtdesign.

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Hotel Therme Meran

Bild: Günter Standl

Eine Lieblingslampe? Die hat Andreas Eisenkeil nicht. „Es wäre das gleiche, einen Musiker nach seinem schönsten Lied zu fragen“, lacht der Inhaber des Lichtstudio Eisenkeil. Der 53-Jährige liebt sie alle – beginnend mit dem Design aus der Bauhauszeit der 20er-Jahre, über die Designklassiker der prägenden 50er und 60er bis hin zu den spannenden innovativen Leuchten-Designs der heutigen Zeit. Die Vielfalt des einzigartigen hauseigenen Leuchtensortiments lässt sich am besten in den Showrooms in Marling und in Vomp bei Schwaz sowie in den Planungsbüros in Bozen und Bruneck erleben. Die Lichtausstellungen in den Showrooms gelten sowohl in Italien als auch in Österreich als einzigartig in ihrer Größe und Auswahl.

Heute arbeiten mehr als hundert Mitarbeiter in den Bereichen Design, Entwicklung, Produktion, Lichtplanung, Beratung, Verkauf und Montage für das Familienunternehmen, welches bereits seit 60 Jahren besteht. Angefangen hat aber alles noch viel früher, nämlich schon in den 1950er-Jahren.

Ein Unternehmen schreibt Design-Geschichte

Artur Eisenkeil, Vater von Andreas Eisenkeil und Gründer des Unternehmens, stellte damals beim eigenen Hotelbau fest, wie schwierig es war, im Alpenraum schöne Leuchten zu finden. Daraufhin beschloss er selbst eine Leuchtenproduktion ins Leben zu rufen. Wie die Zufälle im Leben oft so spielen, ergab sich ein Gespräch mit einem Hotelgast auf der Terrasse des damaligen Piccolo Hotels in Marling. Der Gast war der Inhaber der erfolgreichen Glasmanufaktur Esterglas. So kamen – wie man so schön sagt – die Steine ins Rollen und die ersten Glasleuchtenserien entstanden. „Kurze Zeit später begegnete mein Vater auf der damaligen Industriemesse in Hamburg dem Chemiker Kurt Weiler. Er war es, der das Kunstharz entwickelte, welches wir heute zur Produktion der Cocoon-Leuchten verwenden“, so Andreas Eisenkeil. Sein Vater sicherte sich zur damaligen Zeit entschlossen die Produktionsrechte für Italien und begann mit der Entwicklung und Produktion der heute noch einzigartigen Cocoon-Leuchten.

Achille und Pier G. Castiglioni sowie Marcel Breuer 

Bild: Lichtstudio Eisenkeil

Artur Eisenkeil präsentierte die ersten Prototypen auf der damaligen Mailänder Messe „Campionaria“. Dort wurde Dino Gavina, Individualist und Vorreiter italienischer Einrichtungskultur, auf die Leuchten aus dem Hause Eisenkeil aufmerksam. Er war begeistert, sie waren genau das, wonach er gesucht hatte – neu, frisch und innovativ. Er glaubte an den Erfolg und begeisterte mit seinem Enthusiasmus auch Achille und Pier Giacomo Castiglioni sowie Tobia und Carlo Scarpa. Die kreativen Köpfe kamen in den damaligen Lichtstudio Hauptsitz nach Marling, um mehr über die Produktions- und Arbeitsschritte der Cocoon-Technik zu erfahren. Als die ersten Modelle fertig gestellt waren, musste nur noch ein Label her: FLOS wurde in der damaligen Obstgenossenschaft in Marling gegründet. Das Unternehmen gehört heute zu den weltweit wichtigsten und erfolgreichsten Leuchtenherstellern. Die damals in Marling entworfenen Cocoon-Leuchten gehören auch heute noch zu den Top-Modellen und werden immer noch im Hause Lichtstudio Eisenkeil produziert.

 

Dolce Vita Hotel Feldhof­­­

Bild: Michael Huber

 

Andreas Eisenkeil übernahm mit 22 Jahren den Betrieb seines Vaters mit dem Wunsch, ihn als Familienbetrieb weiterzuführen. In die Arbeit mit dem Licht musste er anfangs erst hineinwachsen. Er berücksichtigte stets Trends und technische Fortschritte in der sich ständig ändernden Designbranche und knüpfte so an den Erfolg seines Vaters an. Heute ist das Unternehmen in Südtirol führend in den Bereichen Lichtdesign, Lichtverkauf und Lichtplanung.

Ein Ort, an dem Licht zu Hause ist

Mit 3.500 Quadratmetern gehört der Hauptsitz des Lichtstudio Eisenkeil in Marling zu den größten Lichtausstellungen. Neben Leuchten führender italienischer Designer befindet sich hier auch eine Lichtmanufaktur, in der sowohl Reparaturen als auch Sonderanfertigungen auf Kundenwunsch realisiert werden. Bei diesen Sonderanfertigungen enstehen in Zusammenarbeit mit Bauherrn, Architekten und Planern immer wieder völlig neuartige Leuchtenideen.

„Die Einrichtung ist das Gesicht eines Hauses, das Licht seine Seele.“

„Vor allem bei besonderen, außergewöhnlichen Gebäudestrukturen – z.B. extrahohe Räume, ist meist eine gewisse Individualität gefragt“, weiß Andreas Eisenkeil. Sucht man beispielsweise für das Treppenauge eines mehrstöckigen Treppenaufganges eines Altbaus ein Leuchtengehänge, wird es schwierig sein, etwas Serienmäßiges in der passenden Länge zu finden. Eine Sonderanfertigung ist also gefragt. Mit der hauseigenen Manufaktur und den beiden Partnerproduktionsbetrieben ARTLUCE und KRELAMP kann Lichtstudio Eisenkeil so gut wie jede Lichtidee in die Tat umsetzen.

Hotel Vienna House Easy, Landsberg

Bild: Lichtstudio Eisenkeil

ARTLUCE entwickelt und produziert innovative LED-Lichtsysteme – unter anderem für die Audi-City Showrooms in London, Peking und Dubai, für VW Norwegen oder die Universität und Wirtschaftskammer Innsbruck. Der Partnerbetrieb KRELAMP in Resana produziert die Cocoon-Leuchtenserie für das Unternehmen FLOS und fertigt die eigene Hotel-Produktlinie des Lichtstudio Eisenkeil an.

Lichtplanung ist das A und O

Ganz egal, ob für Wohnhaus, Hotelareal oder Geschäftsräume, Licht braucht vor allem eines: Planung. „Man sollte die Wirkung des Lichtes nicht unterschätzen“, so Eisenkeil „die Einrichtung ist das Gesicht eines Hauses, Licht ist seine Seele.“

Das Licht beeinflusst Architektur und Einrichtungsstil und somit auch die Stimmung und den Wohlfühlfaktor eines Raumes. Während der Einrichtungsplanung sollte daher auch an das für die richtige Stimmung notwendige Licht gedacht werden. Genau damit beschäftigen sich die Lichtexperten in den beiden Firmensitzen in Bozen und Bruneck. Das Ziel ist es, Design, Stimmung und Lichteffekte harmonisch zu vereinen und dadurch die eigentliche Aussagekraft der Architektur hervorzuheben.

Licht sollte man nie alleine, sondern immer als Gesamtkunstwerk betrachten, in dem einzelne Elemente harmonisch aufeinander abgestimmt werden. „Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Mit Licht kann man spielen“, sagt Eisenkeil. Und das fasziniert ihn an seiner Arbeit mit dem Licht bereits seit über 30 Jahren.

 

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