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Raiffeisen

Beratung in jeder Lebenslage

Die Raiffeisenkassen Südtirols bieten eine genossenschaftliche Beratung an, die den Kunden in den Mittelpunkt stellt. Unser Autor wollte es in einem Selbstversuch genauer wissen.

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Bild: Raiffeisenverband Südtirol

Ein Vormittag im Frühherbst in der Raiffeisenkasse Algund. Ich habe einen Termin bei Thomas, einem Kundenberater der Raiffeisenkasse. Er begrüßt mich freundlich und bittet mich, Platz zu nehmen.

Ich: Was erwartet mich hier heute?

Thomas: Unser Anliegen als Raiffeisenkasse ist es, unsere Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und sie als verlässlicher Partner in allen Finanzfragen und Lebensphasen zu begleiten. Es ist mir wichtig, deine aktuelle Lebenssituation zu verstehen, deine Wünsche und Ziele zu definieren und passende, auf dich zugeschnittene Lösungen zu finden, um diese zu realisieren. Unsere Beratung erfolgt – im Unterschied zu anderen Banken – ohne Provisions- und Abschlussdruck. Wir sind keinen Aktionären, sondern nur unseren Kunden und Mitgliedern verpflichtet.

Ich: Und wie funktioniert das?

Thomas: Unsere genossenschaftliche Beratung ist eine Rundum-Beratung, bei der inhaltlich alle Lebensphasen angesprochen werden. Das geht vom Berufseinstieg über den Wohnungserwerb bis hin zur Altersvorsorge und zur Absicherung existenzieller Risiken, um nur einige zu nennen.

Wie schaut denn deine derzeitige Lebenssituation aus?

Ich: Ich bin 27 Jahre alt, habe vor ein paar Monaten das Studium in Österreich abgeschlossen und bin jetzt nach Südtirol zurückgekommen. Ich habe zwei Praktika gemacht und vor Kurzem eine Festanstellung gefunden.

Thomas: Welche Wünsche und Ziele hast du zurzeit und für deine Zukunft?

Ich: Ein Auto und eine Wohnung. Am besten sofort. Ich wohne zurzeit zuhause, möchte jetzt aber den nächsten Schritt machen und mir eine Mietwohnung suchen, in Bozen oder Meran.

Thomas: Käme für dich auch ein Wohnungskauf in Frage?

Ich: Erst mal nicht, aber später vielleicht, da können wir gerne noch darüber reden.

Nach dieser kurzen Einleitung schauen der Bankberater Thomas und ich uns die Wünsche auf einem persönlichen Finanzplan an und geben ihnen eine Priorität.

Thomas betrachtet den Plan und wagt eine erste Analyse.  Er berichtet mir, dass an diesem Punkt häufig bereits ein Folge-Treffen vereinbart wird, damit er in der Zwischenzeit die Gelegenheit hat, den individuellen Finanzplan in Ruhe und eingehender zu analysieren, um im Anschluss detailliertere Vorschläge machen zu können. Bei mir ist die Sache recht eindeutig: Sparziele gibt es erst mal keine, Partnerschaft und Familie sowie Rente sind ebenfalls noch kein Thema. Da der Start ins Berufsleben soeben erfolgt ist, stehen vor allem ein eigenes Auto und eine Wohnung im Vordergrund.

Der Berater zeigt mir trotzdem noch auf, dass in naher Zukunft mit dem Berufseinstieg auch eine Einzahlung in einen Pensionsfonds interessant sein könnte, da der Betrag beliebig ausgesucht werden kann und sich der frühzeitige Aufbau einer privaten Zusatzvorsorge allemal auszahlt. Ergänzend fügt er hinzu, dass nach 8-jähriger Einzahlungsphase in den Raiffeisen Offenen Pensionsfonds jedes Mitglied Recht auf ein begünstigtes Bauspardarlehen hat. Das könnte den Wohnungserwerb zu einem späteren Zeitpunkt erheblich erleichtern.

Thomas: So, nachdem wir uns konkret mit deinen Wünschen und Zielen (Auto und Wohnung) beschäftigt haben, schauen wir, wie du diese verwirklichen kannst. Das Ziel ist also Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Auf eigenen Füßen stehen und mobil sein. Beginnen wir mit dem Auto. Was darf es kosten?

Ich: Ich rechne mit 10.000 bis 15.000 Euro. Gern aus zweiter Hand, aber etwas Ordentliches.

Thomas: Rechnen wir mal mit 15.000 Euro. Hast du irgendwelche Eigenmittel? Welchen Betrag kannst du monatlich für die Finanzierung auf die Seite bringen?

Ich: Das weiß ich nicht genau, ich verdiene 1.800 Euro pro Monat und muss auch meine Miete berücksichtigen. Ich habe mir gerade eine Wohnung in Meran angesehen, dafür müsste ich 800 Euro pro Monat zahlen.

Thomas: Dann blieben vom Gehalt 1.000 Euro übrig, aber wir müssen auch die Lebenshaltungskosten berücksichtigen.

Thomas setzt sich an den Computer und errechnet einen Tilgungsplan.

Thomas: Ich könnte eine monatliche Rate zwischen 350 und 400 Euro anbieten. Damit könntest du deinen Autokauf finanzieren.

Ich: Das klingt gut. Dann bleiben mir pro Monat ca. 650 Euro übrig. Ich überlege mir das mal.

Thomas: Wenn du einverstanden bist, werden wir uns dann das nächste Mal auch über die Versicherung unterhalten. Und natürlich müssen wir auch über eine Sicherheit für den Kredit reden, zum Beispiel eine Bürgschaft. Aber da du ja eine feste Arbeitsstelle mit einem regelmäßigen Einkommen hast und wir dich auch persönlich kennen, denke ich, es geht wohl auch ohne.
Reden wir jetzt über die Miete. Meistens muss man dafür eine Bankgarantie hinterlegen, das heißt die Bank verspricht dem Begünstigten, für die Zahlung einer Schuld einzustehen, falls der Schuldner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Diese können wir gerne stellen. Wichtig ist auch zu bedenken, dass wenn du den Wohnsitz änderst und auf dem Familienbogen nicht mehr aufscheinst, die Familienhaftpflichtversicherung deiner Eltern für dich nicht mehr gilt. Du müsstest eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen, diese beginnt mit einem Betrag von 100 Euro pro Jahr.

Ich: Und welche Vorteile bringt mir das?

Thomas: Risiken gegenüber dem Vermieter, der Einrichtung oder Schäden gegenüber Dritten werden damit abgedeckt, im Haus oder im Privatleben. Wenn etwas passiert, kann das ohne Versicherung ganz schön teuer werden. Vielleicht sollten wir auch allgemein über mögliche Risiken und deine persönliche Absicherung sprechen. Wenn dein Wunsch die Selbstständigkeit ist, sollten wir auch darüber reden, was passiert, wenn du beispielsweise einen Unfall hast, vielleicht mit bleibenden Schäden. Wir könnten in einem der zukünftigen Treffen über eine Unfallversicherung reden.

Ich: Ja, das klingt gut, daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Und was mir auch gerade einfällt: Kann ich mir meinen Urlaub überhaupt noch leisten?

Thomas: Gute Frage, denn schon sind wir beim Thema „Einnahmen und Ausgaben im Griff haben“. Es bleiben ca. 650 Euro pro Monat zum Leben übrig, davon müssen noch die Versicherungsbeträge abgezogen werden, da bleibt natürlich nicht allzu viel übrig. Man könnte über ein günstigeres Auto nachdenken.

Ich: Oder eine längere Laufzeit?

Thomas: Damit können wir die monatliche Rate nur ein bisschen drücken, weil Konsumkredite eine kürzere Laufzeit haben. Damit kommen wir nicht weit. Wenn wir aber statt 15.000 Euro 8.000 Euro für das Auto ausgeben, zahlst du eine monatliche Rate von nur mehr ca. 190 Euro. Du sparst also über 1.600 Euro pro Jahr.

Ich: Da wäre ein Urlaub drin!

Thomas: Allerdings! Trotzdem: Wir haben jetzt den Fall, dass das ganze Gehalt sofort wieder ausgegeben wird. Anfangs ist das kein allzu großes Problem. Aber ich rate dir, sobald das Auto abbezahlt ist, das Geld, das bis dahin für die Raten aufgebracht wurde, in einen Sparplan zu investieren. Vielleicht, um sich irgendwann eine Wohnung leisten zu können oder mit der Pensionsvorsorge zu beginnen.

Ich: Ja gut, ich denke darüber nach, und wir unterhalten uns beim nächsten Treffen darüber. In der Zwischenzeit schon einmal vielen Dank!

Mein Fazit: Mein Beratungsgespräch hat mir einiges gebracht. Thomas hat mir aufmerksam zugehört, mich ernst genommen und mir gezeigt, wie ich die Verwirklichung meiner Zukunftspläne konkret und sicher angehen kann. Ich habe auch ein paar neue Dinge erfahren, auf die ich allein nicht gekommen wäre. Dies alles stimmt mich zuversichtlich. Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich bei meinem Berater Thomas Rat geholt hab.

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