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Promemoria Auschwitz: Reise der Erinnerung

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Bild: Promemoria Auschwitz

Seit einiger Zeit steht fest, dass das Projekt „Promemoria_ Auschwitz: Die Reise der Erinnerung - Il viaggio della Memoria“ samt Fahrt nach Krakau 2020/2021 in der gewohnten Form nicht stattfinden kann. Für die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, Deina Südtirol und Arciragazzi - die Organisatoren des Projektes - und für viele junge Menschen bedeutet dies, die Schritte anzuhalten und die Rucksäcke dieses Jahr nicht für den „Zug der Erinnerung“ zu packen. Dennoch werden sich auch heuer junge Menschen auf eine besondere Reise in die Vergangenheit begeben. Es wird vieles digital und anders stattfinden als in den letzten Jahren. Die Anmeldungen sind bis Ende Januar mittels Motivationsschreiben möglich.

Die jungen Menschen werden sich auf eine virtuelle Reise durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts begeben, gemeinsam – begleitet von Tutor*innen und im Austausch mit jungen Menschen aus dem Trentino und Bundesland Tirol. “Wir laden bis Juni 2021 zu einer Reihe von digitalen Treffen ein, welche – sollte es die jeweilige Situation erlauben – mit Treffen in Präsenz ergänzt werden.“, so die Organisatoren. 

Über 160 junge Menschen im Alter von 17 und 25 Jahren können am Projekt teilnehmen, bei dem die Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde von Meran ebenso fortgesetzt wird wie jene mit dem ANPI, der nationalen Partisanenvereinigung. Der Besuch der Synagoge Merans, des jüdische Friedhof, des Dokumentationszentrums in Bozen und der Lagermauer in Bozen stehen auf dem Programm – die Form des Besuches wird von den Sicherheitsmaßnahmen abhängig gemacht. Das Internet ermöglicht einen Blick auf die europäische Geschichte und die Auseinandersetzung damit: mit Ansprechpersonen in Innsbruck und dem Haus am Wannsee Berlin, die Projektion tiefgehender Filme des Ghettos in Krakau, der Fabrik von Oskar Schindler, der Lager Auschwitz und Birkenau mit eigens für die Jugendlichen von Promemoria entwickelten Führungen (dank der offiziellen Führer des Museums Auschwitz und der Stadt Krakau) stehen an.

Die Spuren der Vergangenheit, welche in vielen Städten und Orten Südtirols sichtbar sind, die Straßen- und Ortsnamen, lebensgeschichtliche Erinnerungen an Frauen und Männer, welche beschlossen haben, Widerstand gegen den Nationalsozialismus, den Faschismus und den Krieg zu leisten, sind Teil des diesjährigen Projektes Promemoria_Auschwitz. 

Die Einschreibungen für diese neue Ausgabe, die uns dazu bringen wird, durch die Zeit und zu den Orten der Geschichte zu reisen, ist für in Südtirol ansässige Jugendliche zwischen 17 und 25 Jahren innerhalb 31.01.2021 unter diesem Link möglich.

Mehr Informationen unter:  www.jugenddienst.it

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