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Straßenmusik in Merans Altstadt

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Das Singer-Songwriter-Festival ist in den fünf Jahren seines Bestehens zu einem Fixpunkt für die Liedermacher- und Singer-Songwriter-Szene in Südtirol gewachsen. Heuer findet BUSK erstmals in Meran statt. Am Samstag, 9. September 2017 werden diese 12 Musikerinnen und Musiker das Meraner Zentrum von 10 bis 14 und von 15 bis 19 Uhr mit ihren Liedern erfreuen:

Alex Shylow (BZ)
Schon mit acht Jahren komponierte er die ersten Lieder und jetzt bereichert er die Straßen San Franciscos. Die Verbindung zwischen Künstler und Publikum, die nur auf der Straße dort entsteht, schätzt er dabei am meisten – außer sie wird durch kaputte Gitarren gekappt – ein Horror für den Meraner Musiker.

Anne Dromeda (A)
Anne Dromeda beschreibt ihre Musik als „Folk Pop und Psychedelic Chanson“. Kein Wunder, dass der Soundtrack ihres Lebens deshalb zwischen Bob Dylan, Joni Mitchell, Leonard Cohen und Jeff Buckley wandelt. Die 27-jährige Wienerin weinte bereits zu Oasis’ „Don’t look back in Anger“ im Wembley Stadion und würde am liebsten ins Jahr 1969 zurückreisen, um Woodstock einmal selbst zu erleben.

Démis (BZ)
Démis vergleicht sich als Musiker mit einem Maler: Die Bilder bzw. Lieder, die er malt bzw. schreibt, sollen die Spuren seines Lebens verfolgen und zu Erinnerungen werden. Dass dieses Schreiben von Musik ihn zum Positiven verändert hat, findet mittlerweile seine ganze Familie. Mit BUSK wird der 30-Jährige nun Merans Straßen mit Klangkunst bemalen.

Fainschmitz (BZ, A, D)
Musikalisch bewegen sich Fainschmitz zwischen Gypsy Swing, Jazz, Chanson und Dirty Horns, auf der Landkarte springen sie zwischen Italien, Deutschland und Österreich hin und her: Der erste musikalische Kontakt der dreiköpfigen Band war Kuschelrock im Mutterbauch, doch mittlerweile haben sie sich weiterentwickelt: Musikalisch sind sie erst dann begeistert, wenn präzise gespielt wird.

Hans Sølo (D)
Für ihn bedeutet das Musikerdasein folgendes: „Ein Kopf voller Ideen, ein Regal voller CDs, ein Zimmer voller Instrumente und kein Geld auf dem Konto.” Nichtsdestotrotz liebt er das Busken, besonders, wenn jemand kurz stehen bleibt. Mit Indie-Folk will er die Welt verzaubern, ob mit Gitarre oder Ukulele ist dabei unwichtig.

Jo Stöckholzer (A)
Der „deutschsprachige Liedermacher mit einem Hauch Elektrizität” spielt normalerweise auf den Straßen Innsbrucks. Dabei amüsieren ihn nicht nur die, die sich über seine Musik freuen, sondern besonders jene, die voll unbegründetem Unverständnis sind. Er selbst war bisher bei nur einem Statement schockiert: „Du warst absolut der Beste – aber wie wir alle wissen, werden die Besten erst bekannt, wenn sie gestorben sind.“

Man in Between (E)
Aus Madrid reist Jorge Pascal Hernández aka Man in Between an, um seine Musik mit uns zu teilen. Er würde alles tun, um zurück in die Zeit zu reisen und Jimi Hendrix 1969 live in Woodstock erleben zu können. Das beste Busk-Erlebnis hatte er in Wien, als er in einem Hinterhof für ein Kind mit Down Syndrom und seine Mutter gespielt hat.

Nina Duschek (BZ)
Ninas Leidenschaft entstand mit „Titanic”: Die 20-jährige Meranerin sang allein daheim zu Celine Dion und spürte, dass Musik das Richtige für sie ist. Zwar gab es Rückschläge, wie einen Auftritt in Cremona, wo sie eine Ladenbesitzerin verscheuchte, aber dennoch gab der Lady-Gaga-Fan („Ihr ist es egal, wenn sie nicht verstanden wird!”) nicht auf.

Polemici (BZ)
Hip Hop ist das Lebenselixier von Polemici. In Meran tritt die Hip-Hop-Formation anlässlich des BUSK Festivals erstmals akustisch und auf der Straße auf – die drei sind überaus motiviert und gespannt. Frontman Tachi hat über seine Mutter und die Lieder von Adriano Celentano zur Musik gefunden. Da sich die Erde aber weiter dreht, ist Tachi zu Hip Hop und Rap konvertiert – kein Wunder also, wenn es sein Traum ist, mal ein Konzert von Notorious BIG zu erleben.

Sam Chalcraft (GB)
Eigentlich kommt er aus Cornwall, hat sich aber in das Land Österreich verliebt und ist nach Wien gezogen: Sam Chalcraft ist Musiker durch und durch – nichts anderes könnte er sich vorstellen zu sein oder zu tun. Seine Liebe zum Busken hat er als Jugendlicher entdeckt: Sein Großvater spielte auf Cornwalls Straßen Saxophon und inspirierte ihn dazu.

Samuele Puppo (SV)
Mit einem Vater als Bassisten ist man für eine Musikerkarriere vielleicht prädestiniert: Samuele Puppo aus Celle Ligure hat mit acht Jahren zu musizieren begonnen. Dann gab’s kein Zurück mehr. Wie sein großes Idol John Mayer will auch er das Publikum mit Melodien in seinen Bann ziehen – und hoffentlich nie mehr durch einen fallenden Vorhang unterbrochen werden, wie es bei einem Konzert in einem Pub einmal der Fall war.

Waira (BZ)
Die 20-jährige Salurnerin Waira spielte im Juli zum ersten Mal mit ihrem Freund auf der Straße und hat seitdem Blut geleckt. Den Soundtrack ihres Lebens liefern Tarzan und Pocahontas, allerdings würde sie live lieber die härtere Schiene hören: Die Sex Pistols wären Wairas absolutes Lieblingskonzert.

Den Tag beschließen abends von 19–23 H bei Info-Point und Home Base im Ost West Country Club im Marconi Park zwei Konzerte von Maria Devigili und Ferbegy?.

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