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Spitze des Landesethikkomitees bestätigt

Das Landesethikkomitee berät die Landesverwaltung zu ethischen Fragestellungen im medizinischen Bereich. Mit Herbert Heidegger als Vorsitzendem und Georg Marckmann als dessen Stellvertreter wurde jetzt die Spitze bestätigt, zwei neue Mitglieder kommen dazu.

 

Das Gremium engagiert sich  für die Förderung einer ethischen Entscheidungskultur im Gesundheitswesen, alle drei Jahren wird es neu gewählt. Während die Spitze unverändert blieb, wurden zwei der zwölf Mitglieder neu ernannt. Dabei handelt es sich um die Endokrinologin Dalia Crazzolara und den Arzt für Allgemeinmedizin, Ugo Marcadent.

„Ethik im Alltag ist ein ständiges Ringen um die richtige Entscheidung“, berichtet Herbert Heidegger, der dem Komitee seit 2007 vorsitzt. In den kommenden drei Jahren stünden bereits zahlreiche Projekte an, unter anderem die Ausarbeitung des Advance Care Planning (Gesundheitliche Vorausplanung), die Ausbildung und Umsetzung qualifizierter Gesprächsbegleitung, die Erstellung und der Einsatz von Notfallplänen, die Bearbeitung des Themas „Assistierter Suizid“, die Begleitung und Koordination der Ethikberatungsgruppen sowie die laufende Verfassung von Stellungnahmen und Gutachten zu aktuellen Themen.

Das Gremium wurde per Landesgesetz im Jahr 2001 eingeführt und setzt sich aus zwölf Mitgliedern zusammen, davon drei Krankenhausärztinnen oder -ärzte (Herbert Heidegger, Primar der Gynäkologie; Dalia Crazzolara, Endokrinologin; Bernadetta Moser, Anästhesistin), zwei Experten auf dem Gebiet der Bioethik (Georg Markmann, Professor für Ethik in der Medizin an der Universität Thübingen und Alberto Bondolfi, Theologe und Ethiker, Professor a.D. an der Universität Lausanne), einem Bioethik-Experten aus dem Bereich der Theologie (Martin Lintner, Moraltheologe), einer Psychologin (Clara Astner, Lehrbeauftragte an der Claudiana u. a. in Medizinethik), einer Krankenpflegerin (Irmgard Spiess, Abteilung Palliativmedizin und Koordinatorin der Ethikberatungsgruppe), einer Vertretung der Patientenorganisationen (Paola Zimmermann vom Dachverband für Gesundheit und Soziales), einer Vertretung von Senioreneinrichtungen (Helene Trippacher, Pflegedienstleiterin im Grieserhof und Mitglied der Ethikberatungsgruppe), einem Arzt für Allgemeinmedizin (Ugo Marcadent, erwiesene Kompetenz im Bereich Patientenverfügung) und einer Juristin (Marta Tomasi, Expertin in rechtlichen Belangen der Bioethik, Universität Trient).

Das Sekretariat des Landesethikkomitees wird von Evi Schenk von der Landesabteilung Gesundheit koordiniert.

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