Anzeige
LPA

Familien können jetzt um Covid-Hilfe ansuchen

Von der Pandemie finanziell besonders betroffene Bürger*innen und Familien können ab morgen online um die Covid-Hilfe 2021 ansuchen.

Die Covid-Hilfe 2021 ist eine Unterstützung für Südtiroler Bürgerinnen und Bürger, die durch die pandemiebedingten Einschränkungen ihre Arbeitstätigkeit einstellen oder reduzieren mussten und dadurch in finanzielle Nöte kamen. Nach der Soforthilfe und dem Sondermietbeitrag, die von Dezember 2020 bis April 2021 beantragt werden konnten, stehen somit nun weitere Unterstützungsleistungen zur Verfügung. "Viele Familien und Bürger wurden von der Pandemie hart getroffen und spüren deren Auswirkungen immer noch. Das Land Südtirol hat darum die Unterstützung ausgedehnt: Die Beiträge wurden erhöht und mehr Familien können nun um diese Leistung ansuchen", sagt Soziallandesrätin Waltraud Deeg.

Angesucht werden kann ab morgen, 11. Juni um eine Aufstockung der Soforthilfe Covid-19 oder um Covid-Soforthilfe 2021 und die Covid-Miet- und Wohnungsnebenkosten 2021. Das Ansuchen erfolgt über den entsprechenden Online-Dienst, der über den persönlichen Bereich mycivis im Südtiroler Bürgernetz abrufbar ist. Der Dienst kann auch über ein Patronat in Anspruch genommen werden, Ansuchen können ab dem 11. Juni jederzeit bis zum 30. September eingereicht werden.

Wer bereits die Soforthilfe, um die ab Dezember 2020 angesucht werden konnte, bezogen hat, kann nun um eine Aufstockung ansuchen. Der Betrag der Ausgleichsleistung ergibt sich aus der Differenz zwischen der bereits erhaltenen Soforthilfe und der neuen Covid-Soforthilfe 2021. Bei der Covid-Soforthilfe 2021 wurden nämlich die Beträge erhöht, sodass bis zu 1700 Euro monatlich bezogen werden können. Wiederum werden die Beiträge für drei Monate in einer einmaligen Zahlung ausbezahlt. Erhöht wurden zudem die Maximalgrenzen für das Einkommen (Einzelpersonen: 1400 Euro, Familien: 2800 Euro) und für das Vermögen (maximal 60.000 Euro). Als Grundvoraussetzung gilt, dass die Antragstellerin oder der Antragsteller mindestens 30 Tage (im Zeitraum 1. September 2020 bis zum Zeitpunkt der Antragstellung) aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen ihre Arbeitstätigkeit nicht ausüben konnten. Die zweite Schiene, also die Covid-Soforthilfe 2021 und die Covid-Miet- und Wohnungsnebenkosten 2021, berücksichtigt nun stärker auch jene Personengruppe, die bisher vom Bezug der Soforthilfen ausgeschlossen war (z.B. Saisonsarbeitskräfte).

Detaillierte Informationen zum Dienst sind online abrufbar, zudem wurde ein Infotelefon unter 0471 418006 von Montag bis Donnerstag, von 9.00 bis 12.00 Uhr eingerichtet.

 

Anzeige
Anzeige

Hinterlasse einen Kommentar

Mehr Artikel

 | 
Schizophrenie

Kleine Schritte gegen die Psychose

Obwohl bis zu einem Prozent der Bevölkerung betroffen ist, bleibt Schizophrenie ein Tabu-Thema. Albin Kapeller ist ein Patient und spricht offen über die Krankheit.
0    

FV1000

Am Tag der Offenen Jugendarbeit (OJA) gaben junge Künstler*innen ein Livestreaming-Konzert. Mit dabei die Meraner Rapper von FV1000, die mit ihren Videos und Texten immer wieder für Schlagzeilen sorgen.
 | 
100 Jahre Migrationsgeschichte

Nicht nur Opfer

Südtirols Zeitgeschichte wurde oft als Konfliktgeschichte im Kampf um Autonomie interpretiert. Doch dieser weit verbreitete Forschungsansatz greift zu kurz.
0    
 | 
The Others

Vergifteter Wald

Mit Pestiziden wird der Amazonas vergiftet, die Indigenen werden in der Pandemie allein gelassen. Plant Präsident Bolsonaro eine „ethnische“ Säuberung?
0    
 | 
Medienpartner Kulturzentrum Toblach

Musik im Park

Endlich wieder live. Wie fühlt sich das nochmal an? Unsere Autorin hat sich beim Festival „Musik im Park“ in Toblach unter das Feiervolk gemischt.
0    
Anzeige
Anzeige