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Deutschland, Schweiz und Österreich weiterhin wichtigste Exportländer

Insgesamt 49,3 Prozent aller Südtiroler Ausfuhren gingen im dritten Quartal 2020 in diese Staaten – und das Interesse der heimischen Unternehmen an Geschäftsbeziehungen mit der sogenannten DACH-Region besteht auch in der Pandemie weiter.

 

Die DACH-Region ist für die Südtiroler Wirtschaft traditionell der wichtigste Handelspartner. Auch im dritten Quartal 2020 ging fast die Hälfte aller Südtiroler Exporte nach Deutschland (33,3 Prozent), Österreich (10,6 Prozent) und in die Schweiz (5,4 Prozent); exportiert wurden insgesamt Waren im Wert von circa 624 Millionen Euro. „Die Gründe dafür sind vielfältig: zum einen spielen die Nähe und Größe des Marktes und die gemeinsame Sprache eine Rolle, aber auch die wirtschaftliche Entwicklung und die hohe Kaufkraft der Region sowie der vergleichsweise hohe Anteil an gemeinsamen Qualitätsstandards“, erklärt Vera Leonardelli, Abteilungsdirektorin Business Development von IDM. Im letzten Jahr sei auch der Export in die DACH-Region pandemiebedingt eingebrochen; im dritten Quartal gab es im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres bei Exporten nach Deutschland ein Minus von 0,6 Prozent, bei jenen nach Österreich eines von 4,6 Prozent und bei jenen in die Schweiz gar von 6 Prozent. „Die Exportbemühungen zu verstärken ist für Südtirols Unternehmen aber genau jetzt sehr wichtig – wer kann, investiert in der Krise und nicht erst danach. Viele Betriebe setzen dabei auf nahe, bereits bekannte und weiterhin beständige Märkte. Essenziell für sie ist, genau zu wissen, was sie derzeit dort erwartet, welche Änderungen sich durch die Pandemie ergeben und auf was zu achten ist. Diese Infos erhalten sie bei unserem Beratertag.“

Wie man die Krise am besten bewältigen kann und ein Geschäftsmodell ausarbeiten kann, das an die neue Situation angepasst ist, ist das Thema der Beratungen von Reinhold Heiß, Sprecher und Vorstand der „Aktivsenioren Bayern“. Die „Aktivsenioren“ sind ehemalige Spitzenkräfte aus Wirtschaft und Verwaltung, die ihr Wissen an Unternehmer und Existenzgründer weitergeben. „Derzeit erreichen uns sehr viele Anfragen, die sich um die Vermeidung von Betriebsschließungen drehen. Es gibt aber auch Unternehmer, die in der Krise eine Chance sehen und sich für die Zeit danach fit machen“, sagt Heiß. Analysen von Geschäftsmodellen, Optimierung von Marketing und Vertrieb, Rentabilität, aber auch Unternehmensnachfolge seien die Stellschrauben, an denen jetzt, wo es zwangsläufig mehr Zeit dafür gebe, stärker gedreht werde.

Weitere brennende Themen beim IDM-Beratertag sind unter anderem auch die Fragen, welche Reisebeschränkungen und -regelungen derzeit gelten, auf welche Logistik-Lösungen man im Moment zurückgreifen kann, worauf man beim Abschluss internationaler Verträge achten muss und welche Märkte und Vertriebsmöglichkeiten für das eigene Unternehmen am besten geeignet sind. Zu den einzelnen Märkten stehen zudem Expertinnen und Experten bereit, welche die Teilnehmer im Detail in Einzelgesprächen über eine effiziente Geschäftspartnersuche und einen erfolgsversprechenden Markt- und Vertriebsaufbau informieren.

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