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Krankenhaus Innichen: LR Widmann kündigt Aufwertung an

Das Krankenhaus Innichen soll als Dreh- und Angelpunkt in der Gesundheitsversorgung des oberen Pustertals aufgewertet werden.
Gesundheit / Soziales | 09.08.2019 | 11:33Innichen soll auch künftig der Dreh- und Angelpunkt in der Gesundheitsversorgung des oberen Pustertals bleiben, für Einheimische, Gäste und zeitweilig Anwesende. Diese Aussage stellte Gesundheitslandesrat Thomas Widmann in den Mittelpunkt seiner heutigen Pressekonferenz (9. August 2019) im Krankenhaus Innichen, an der auch der Generaldirektor des Sanitätsbetriebs, Florian Zerzer, Bezirksdirektor Walther Amhof und der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Gottfried Kühebacher, teilnahmen.Kleine Krankenhäuser erhalten und sinnvoll nutzenGesundheitslandesrat Widmann ließ keinen Zweifel daran, dass das Krankenhaus Innichen weiterhin eine zentrale und unverzichtbare Rolle für das gesamte obere Pustertal spielen werde, sowohl in gesundheits- wie auch strukturpolitischer Hinsicht: "Wir müssen die kleinen Krankenhäuser erhalten, absichern und sinnvoll nutzen. Vor allem in ländlichen Gebieten spielen die Krankenhäuser eine zentrale Rolle. Ein Krankenhaus ist in diesen Gebieten meistens auch der größte Arbeitgeber und der größte Wirtschaftsfaktor. Zudem haben sie für die Gemeinde und den Bezirk auch eine soziale Bedeutung und einen Nutzen, die über die Bedeutung für die Gesundheitsversorgung hinausgeht."Bei Treffen mit den verschiedenen Interessensvertretungen, vor allem mit den Verantwortlichen in Betrieb und Gesundheitsbezirk, sowie Mitarbeitenden war in den vergangenen Wochen analysiert worden, welches die Bedürfnisse im oberen Pustertal sind und wo Möglichkeiten der Absicherung und Aufwertung liegen. Der Landesrat baut dabei vor allem die "Stimme der Fachleute": "Ich habe in den vergangenen Wochen versucht, mir selbst ein Bild zu machen; ich will nicht von oben etwas vorgeben; wenn mir die Fachleute plausibel und fundiert erklären, dass es zum Beispiel dieses oder jenes braucht, so werde ich mich für meinen Teil dafür einsetzen, dies umzusetzen".Hochwertiges Leistungsangebot auch in ZukunftWas das für das Krankenhaus Innichen und die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Oberpustertal bedeutet, erläuterten heute Generaldirektor Florian Zerzer und der Ärztliche Direktor Gottfried Kühebacher: Demnach wird es im Krankenhaus Innichen wird auch künftig ein qualitativ hochwertiges Leistungsangebot in den Bereichen der Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Palliation geben. Im Rahmen der landesweit abgestuften Versorgung muss vor allem auf die Gesundheitsbedürfnisse der ansässigen Bevölkerung eingegangen werden. Es wird deshalb weiterhin die Poliambulatorien, die Notaufnahme, die klinischen Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesie und Notfallmedizin sowie als neues Angebot die Rheuma-Reha geben. Auch zukünftig wird die Versorgung von orthopädisch-traumalogischen Patienten ein Schwerpunkt sein. Auch das pädiatrische Angebot bleibt. Die detaillierte Verortung von Diensten im Netzwerk der sieben Krankenhäuser wird in der klinischen Betriebsordnung festgelegt.Allgemeinmedizin und Anästhesie: Primariate ausschreibenEin Ziel, so Landesrat Widmann, sei es, die Attraktivität der kleinen Spitäler wieder zu steigern, um auch künftig Fachkräfte – Ärzte, Krankenpfleger, Angehörige der Gesundheitsberufe, qualifizierte Verwaltungsfachkräfte – zu gewinnen. "Als Gesundheitslandesrat habe ich deshalb den Betrieb beauftragt, zügig die Nachbesetzung der mit den Fachleuten vereinbarten Primariate umzusetzen: in Innichen sind derzeit die Allgemeinchirurgie und die Anästhesie/Notfallmedizin geschäftsführend besetzt. Diese sollen baldmöglichst ausgeschrieben werden."Direktor Zerzer erläuterte zudem, dass gerade den kleinen Spitälern angesichts des demographischen Wandels eine wichtige Grundversorgungsfunktion zukomme. Sie seien auch gemäß Umfragen bei den Bürgerinnen und Bürgern sehr geschätzt: "Künftig müssen wir die sieben Spitäler des Landes noch mehr vernetzen und sicherstellen, dass die Qualität der Versorgung gleichwertig garantiert ist."Der Ärztliche Direktor Kühebacher zeigte sich erfreut und grundsätzlich optimistisch: "Schon allein die Tatsache, dass der Gesundheitslandesrat und der Generaldirektor diese Pressekonferenz im Krankenhaus Innichen abhalten, zeigt, dass es ihnen ernst ist mit deren Aufwertung und der konkreten Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen. Mit Ärztlicher Direktion, Pflegedienstleitung, klinischen Abteilungen als Primariate, einem breiten ambulanten Angebot und der Notaufnahme können wir hier in Innichen nun mit Zuversicht in die Zukunft blicken."LPA
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