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Mehr Unterstützung für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung

Einen Landesplan für die Diagnostik, Therapie und Betreuung von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung hat die Landesregierung genehmigt. Ziel sei es, Betroffenen besser zu helfen, so LR Widmann.
Gesundheit / Soziales | 23.07.2019 | 17:13Für die Betreuung von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (DSA) hat die Landesregierung heute (23. Juli), einen Beschluss gefasst. Im Wesentlichen wird dabei das staatliche Gesetz 134 vom 18. August 2015 umgesetzt. Dieses gibt vor, Diagnose, Behandlung und Rehabilitation von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen zu regeln und deren Familien zu unterstützen. Auf diese gesetzgeberische Maßnahme würden die Betroffenen und ihre Familien bereits seit langem warten, sagte Gesundheitslandesrat Thomas Widmann bei der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung."Aktuell leiden in Südtirol 407 Menschen an DSA - wahrscheinlich sind die wirklichen Zahlen aber etwas höher. Das vorrangige Ziel des Beschlusses besteht darin, den Patienten und ihren Familien im ganzen Land zusätzliche Unterstützung anzubieten und die Qualität der Betreuung und Begleitung zu verbessern sowie die Dienste in allen vier Gesundheitsbezirken zu vereinheitlichen. Derzeit werden Menschen mit Autismus in ein Zentrum in Rovereto gebracht und nicht in Südtirol behandelt", sagte Widmann.Ziele des landesweiten Konzepts zur Betreuung von DSAWichtigster Punkt im Landesregierungsbeschluss ist das landesweite Konzept zur Betreuung von Menschen mit Autismus. Es richtet sich an deren Bedürfnissen im Laufe ihres Lebens aus.Die Schaffung multidisziplinärer Einheiten und territorialer Teams, die Menschen mit DSA betreuen und unterstützen, ist ein weiteres übergeordnetes Ziel. Zudem sollen Diagnoseprotokolle definiert, Behandlungs- und Betreuungspfade ausgearbeitet sowie eine effiziente Koordination der multidisziplinären Maßnahmen ausgearbeitet werden. Neben der Weiterbildung der Mitarbeiter sollen auch geeignete Strukturen zur teilweisen oder vollständigen Unterbringung von Betroffenen aller Altersgruppen geschaffen werden. Weiters sieht das Konzept vor, Projekte zur Arbeitsintegration zu fördern. Als ergänzendes Ziel soll die Autonomie der Betroffenen gefördert werden. Auch individuelle Netzwerke zur Betreuung, die die Familie miteinbeziehen, sollen aufgebaut werden.SAN
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