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Straßendienst: Beiseitigen von Unwetterschäden kostet 100.000 Euro

Nach ersten Schätzungen kosten die Wiederherstellungsarbeiten des Straßendiensts nach den Unwettern im Passeier- und Wipptal 100.000 Euro.
Der Straßendienst des Landes war nach den Unwettern in der Nacht auf Freitag vergangener Woche vor allem im Passeiertal und auf der Wipptaler Seite des Jaufenpasses im Dauereinsatz.Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Florian Mussner dankten „allen, die mit großem Einsatz Tag und Nacht gearbeitet haben, um die Verkehrswege so rasch wie möglich zu sichern und zu öffnen“. „Ersten Schätzungen zufolge kosten die Wiederherstellungsarbeiten auf den Straßen, auf die zwischen 800 und 1000 Kubikmeter Erde und Gestein geschwemmt wurde, rund 100.000 Euro“, zogen Kompatscher und Mussner bei der Sitzung der Landesregierung am 9. August Bilanz über die Kosten der Unwetterschäden.Vor allem auf dem Straßenabschnitt von Riffian nach St. Leonhard waren abgesehen von der Sperre der Staatsstraße am Beginn des Riffianerwaldes, die durch eine große Mure verlegt war, auf einer Strecke von rund sechs Kilometern diverse Probleme zu beheben. Neun kleinere Rutschungen und Vermurungen verlegten bzw. unterbrachen die Staatsstraße und beeinträchtigten somit auch die Oberflächenentwässerung dieses Verkehrswegs, den die Mitarbeiter des Straßendienstes wieder von Material befreien mussten. „Für die Öffnung der Straße, damit der Verkehrsfluss in Sicherheit garantiert war, waren am Freitag insgesamt acht Bagger und sieben Lastkraftwagen im Vorderpasseier im Einsatz“, berichtet der Direktor der Landesabteilung Straßendienst Philipp Sicher. Die Kosten für den Einsatz zur Wiederherstellung des Verkehrsflusses belaufen sich für den Straßendienst auf rund 25.000 Euro. Die mit Material verfüllten Durchlässe unterhalb der Staatsstraße werden laut Sicher diese Woche von den Mitarbeitern wieder geräumt. Diese Arbeiten, welche an die 15 Durchlässe betreffen, dauern mindestens diese Woche.Die Landesstraße nach Kuens wurde auf ihrer gesamten Breite parallel zum Bach vermurt. Es entstanden erhebliche Schaden an der Straßeninfrastruktur bzw. an den Straßennebenbauwerken, wie Leitplanken, Mauerfundamente usw.Bei einem Lokalaugenschein am Montag, 8. August, konnten Techniker des Straßendienstes das effektive Ausmaß der Schäden feststellen. So ist im Bereich des Riffianer Waldes durch eine Hangrutschung das Fundament der Staatsstraße auf einer Länge von rund 20 Metern freigelegt worden. An der Landesstraße nach Kuens sind auf einer Länge von rund 200 Metern alle Nebenbauwerke zu erneuern. So müssen Leitplanken und Stützmaueraufsätze, sowie die Oberflächenentwässerung erneuert werden. „Diese Arbeiten erledigt der Straßendienst zum Großteil mit eigenen Mitarbeitern - zum Teil müssen aber spezialisierte Unternehmen bei der Sicherung und Sanierung vor allem der Fundamente herangezogen werden“, sagt Sicher.Die Landesstraße nach Breiteben wurde ebenfalls durch mehrere kleinere Rutschungen in Mitleidenschaft gezogen. Auch entlang dieser Landesstraße sind Sicherungsarbeiten an den Fundamenten notwendig. An allen Straßen in Passeier müssen rund 800 bis 1000 Kubikmeter Material abtransportiert werden.SAN
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