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Welttag der Migranten und Flüchtlinge: Herausforderung gemeinsam meistern

Angesichts der Flüchtlingsströme in Europa rückt der Welttag der Migranten und Flüchtlinge am 17. Jänner die aktuellen Fragen in der Flüchtlingsaufnahme, -begleitung und -integration in den Mittelpunkt. "Es ist eine gesellschaftliche Herausforderung, der wir nur gemeinsam gerecht werden können", appelliert Soziallandesrätin Martha Stocker zu diesem Anlass.
Der Welttag der Migranten und Flüchtlinge am dritten Sonntag im Jänner wurde 1914 von Papst Benedikt XV ins Leben gerufen und ist in diesen Monaten aktueller denn je: Das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und die Internationale Organisation für Migration (IOM) schätzen, dass eine Millionen Menschen im vergangenen Jahr 2015 vor Verfolgung, Krieg und Armut in ihren Heimatländern nach Europa geflüchtet sind. In Südtirol warten aktuell 900 Asylantragsteller in 14 Einrichtungen des Landes auf die Behandlung ihres Antrages. "Nach der Eröffnung der Aufnahmeeinrichtung für Asylantragsteller in St. Ulrich vergangene Woche, stehen auch die Anpassungsarbeiten in der ehemaligen 'Mercantikaserne' in Eppan kurz vor dem Abschluss", berichtet Landesrätin Martha Stocker. Dank der Unterstützung der Gemeinden sei es im vergangenen Jahr gelungen, eine möglichst ausgewogene Aufteilung der Flüchtlinge im Land zu erreichen, was die Betreuung und die Integration erleichtere, so Stocker.Um die Integration neuer Mitbürger geht aus auch in verschiedenen bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen, die sich in diesen Wochen intensiv mit der Vorbereitung der Flüchtlinge auf die Zeit nach der Behandlung ihres Asylantrages beschäftigen. "Jene Menschen, die bei uns in Südtirol bleiben dürfen, sollen ein eigenständiges Leben führen können", so Landesrätin Stocker. "Es ist dies eine Herausforderung, der wir nur gemeinsam gerecht werden können: Landesverwaltung, Organisationen in der Flüchtlingsbetreuung, betroffene Bezirksgemeinschaften und Gemeinden, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften, Verbände, Vereine und engagierte Ehrenamtliche vor Ort, aber auch die Ayslantragsteller selbst", so die Landesrätin. Stocker warnt dabei davor, Asylantragsteller pauschal in einen Topf mit mutmaßlichen Terroristen und gewaltbereiten Ausländern zu werfen. "Mögliche Vorfälle können nie völlig ausgeschlossen werden. Dies zu verlangen oder zu behaupten wäre reiner Populismus", so die Landesrätin. "Unsere bisherigen Erfahrungen belegen allerdings, dass die Asylantragsteller in Südtirol so gut wie nie auffällig geworden sind", berichtet Stocker, die dies auf deren Anzahl und deren Aufteilung in kleinere Einrichtungen zurückführt. "Langfristig können wir mögliche Probleme nur mit einer entsprechenden Integration vermeiden und dafür sind sehr wohl die einzelnen Flüchtlinge verantwortlich, aber auch die gesamte Gesellschaft ist gefragt."Informationen zum Thema gibt es auch in der digitalen Broschüre "Asyl und Flüchtlinge in Südtirol" unter http://www.provinz.bz.it/sozialwesen/download/Asyl_und_Fluechtlinge_in_Suedtirol.pdf mp
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