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Landeswetterdienst: Jänner milder als im langjährigen Durchschnitt

Dieser Jänner war zwar kälter als in den vergangenen vier bis fünf Jahren, aber mit einer positiven Abweichung von einem halben bis zu einem Grad Celsius immer noch milder als im langjährigen Durchschnitt 1981 bis 2010, fassen die Meteorologen des Landeswetterdienstes zusammen.
Die erste Monatshälfte war im Hinblick auf die Temperaturen noch relativ ausgeglichen, bevor Mitte des Monats ein markanter Kälteeinbruch folgte. Mehrere Tage lang gab es teils strengen Frost. In der letzten Jännerwoche sorgte eine milde Westströmung für eine deutliche Milderung.Nach der ungewöhnlichen Trockenheit im November und Dezember ereigneten sich im Jänner die ersten nennenswerten Schneefälle des Winters, berichten die Landesmeteorologen: Vom 2. auf den 3. Jänner schneite es erstmals bis in sämtliche Täler, meist wurden zwei bis zehn Zentimeter Schnee gemessen. Auch in den darauffolgenden Tagen gab es immer wieder Schneefälle, wobei sich der Schwerpunkt auf die nördlichen Berge verlagerte. Da der Jänner normalerweise der trockenste Monat des Jahres ist, reichten diese Niederschläge für eine überdurchschnittliche Monatsbilanz aus. Trotzdem konnte das Defizit der vorhergehenden Wochen nicht ausgeglichen werden, deshalb liegt auf Südtirols Bergen derzeit weniger Schnee als für Ende Jänner üblich. Besonders gering ist die Schneehöhe in den südlichen Gebirgsgruppen, von Martell über Ulten bis zu den Dolomiten mit gerade einmal zehn bis 20 Zentimeter in 2000 Metern Meereshöhe.Die höchste Temperatur des Monats wurde am 25. Jänner am Kloster Marienberg oberhalb von Burgeis mit 13,3 Grad Celsius gemessen.Am kältesten war es in den Tälern am 18. und 19. Jänner mit jeweils minus 17,9 Grad in St. Veit in Prags. Noch tiefere Temperaturen gab es an den hochalpinen Stationen auf über 3000 Metern Meereshöhe, dort wurden knapp minus 27 Grad Celsius gemessen.Das ungewöhnlichste Wetterereignis wurde am Abend des 11. Jänner verzeichnet: Kalte Luft aus Norden traf auf feucht-milde Luft im Süden und sorgte für Wintergewitter. In Ulten, Sulden und vor allem in den Dolomiten wurden rund 50 Blitzeinschläge registriert - für Jänner ein sehr seltenes Ereignis, heißt es aus dem Landeswetterdienst.mac
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