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Breitbandausbau: Innichen und Tobalch kooperieren mit Fernheizkraftwerk

Um die "letzten Meile" des Breitbandnetzes zu verwirklichen, setzen die Gemeinden Toblach und Innichen auf die Kooperation mit dem örtlichen Fernheizwerk. So können Verlegungsarbeiten vom Fernheizwerk koordiniert, verlegte Rohre genutzt und die fertige Infrastruktur dann von den Gemeinden übernommen werden. Im Beisein von LRin Deeg wurde das Modell heute im Fernheizwerk Toblach vorgestellt.
Ein leistungsfähiges Breitbandnetz ist für private Nutzer ebenso wie für Betriebe immer wichtiger. In den Bemühungen des Landes um eine flächendeckende Breitbandversorgung ganz Südtirols spielen die Gemeinden, die für die Errichtung der Anschlüsse in ihrem Einzugsgebiet zuständig sind, eine wichtige Rolle. "Wenn sie Synergien bilden und nutzen, können die Gemeinden Breitbandanschlüsse auf lokaler Ebene kostensparend und effizient verwirklichen", betont IT-Landesrätin Waltraud Deeg. Als Beispiel dafür wurde heute (Dienstag, 29. Dezember) die Zusammenarbeit der Gemeinden Innichen und Toblach mit dem örtlichen Fernheizkraftwerk vorgestellt. Anwesend waren neben Landesrätin Deeg der Präsident des Fernheizwerkes Toblach-Innichen und des Südtiroler Energieverbandes SEV, Hanspeter Fuchs, sowie die beiden Bürgermeister Guido Bocher (Toblach) und Rosmarie Burgmann (Innichen).Die Kooperation gründet auf einer Rahmenvereinbarung zwischen den Gemeinden Toblach und Innichen mit dem Fernheizkraftwerk Toblach-Innichen (FTI), die das FTI mit den notwendigen Arbeiten für die letzten Meile des Breitbandnetzes beauftragt. Durch die Zusammenarbeit kann die bereits bestehende Infrastruktur genutzt werden. Somit können die Grabungsarbeiten verringert und die Baukosten deutlich gesenkt werden. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Netz den Gemeinden übergeben, die dem Fernheizkraftwerk im Gegenzug die notwendige Glasfaser zur Verfügung stellen, um die Übergabestationen zu betreiben.Landesrätin Waltraud Deeg verwies auf die Vorteile der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und lokalen Energieversorgern vor Ort und lobte die Kooperation als beispielhaft: "Diese Vorgehensweise könnten viele Gemeinden übernehmen, die jetzt mit der Planung beginnen. Die Zusammenarbeit kommt den Projektpartnern, aber auch allen Bürgern im Einzugsgebiet des Fernheizwerkes zugute, die nun gemeinsam über ein modernes Breitbandnetz verfügen werden."Der Präsident des Fernheizwerkes Toblach-Innichen, Hanspeter Fuchs, erläuterte die technischen Details. Auch er hob die gegenseitigen Vorteile hervor: "Es ergibt sich eine Win-Win-Situation: Das Fernheizkraftwerk stellt sein Leerrohrnetz kostenlos zur Verfügung und darf im Gegenzug die benötigte Glasfaser auf unbegrenzte Zeit nutzen. Die Gemeinde erhält ein fertiges und kostengünstig realisiertes Glasfasernetz in relativ kurzer Zeit."Die Verantwortlichen der Hochpustertaler Gemeinden verwiesen ihrerseits auf das Einsparpotenzial, das durch diese Vorgehensweise ausgeschöpft werden könne. "Aus wirtschaftlichen Gründen macht es Sinn, die bestehenden Leitungssysteme des Fernheizkraftwerks zu nutzen. Dieses wird die vorhandenen Kupferleitungen durch Glasfaser ersetzen und kann zugleich die Verkabelung für die Datenübertragung der Regler und Zähler bis in die Haushalte realisieren. Jene Betriebe und Bürger die sich im Einzugsgebiet des Fernheizwerkes befinden, haben die Möglichkeit, einen Galsfaseranschluss zu bekommen, Kunden und Nicht-Kunden des Fernheizwerkes Toblach-Innichen. Wir gehen von einer deutlichen Kostenersparnis durch diese Nutzung von Synergien aus", betonten Toblachs Bürgermeister Bocher und die Innichner Bürgermeisterin Burgmann bei der heutigen Vorstellung.jw
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