Anzeige
LPA

Brücken vom Museum zum Publikum: Grundlehrgang Museumsarbeit geht weiter

Eine Brücke bauen zwischen den Besuchenden eines Museums und der Ausstellung mit seinen Objekten. Dies ist die Aufgabe von Museumsvermittlern. Die personelle Vermittlung, die Arbeitsweise und einige „Tricks“, mit denen das Publikum für ein Museum begeistert werden kann, waren das Thema des Grundlehrgangs für Museumsarbeit der Landesabteilung Museen, der kürzlich im Frauenmuseum in Meran stattfand.
Wer sich in einem Museum mit der Vermittlung der darin gezeigten Inhalte befasst, hat eine anspruchsvolle und faszinierende Aufgabe. Gefragt ist die Fähigkeit, Brücken zu bauen zwischen den Besuchenden des Museums und der Ausstellung mit seinen Objekten. Um die Frage, wie dies gelingen kann, ging es am vergangenen Montag, 21. Dezember, im Frauenmuseum in Meran beim dritten Termin des heuer angebotenen Grundlehrgangs Museumsarbeit, der sich im Allgemeinen mit den Hauptaufgaben eines Museums und diesmal mit den Methoden der personellen Vermittlung befasst und von der Landesabteilung Museen angeboten wird.Die beiden Referentinnen und Kultur- und Kunstvermittlerinnen Hannelore Schettler und Brita Köhler betonten dabei, dass die Vermittler eine offene, demokratische und achtsame Haltung haben und auch flexibel reagieren sollten. Denn Besuchende kämen nicht immer als homogene Gruppe ins Museum und hätten häufig unterschiedliche Bedürfnisse und Vorstellungen. Im Besonderen funktionieren assoziative Methoden, denn sie wecken Neugierde und Interesse und beziehen die Besuchenden aktiv ein. Sie können aber auch humorvoll und ironisch sein, sowie provozieren und irritieren, sofern es das Thema zulässt.Bei der Fortbildungsveranstaltung für Mitarbeitende der Südtiroler Museen konnten die Teilnehmenden konkrete Beispiele personeller Vermittlung auch selbst ausprobieren und bekamen damit ein Gespür dafür, ob sich diese Methoden auch für das eigene Museum eignen. Zudem bekamen sie auch theoretische Informationen zum Umgang mit den Themen Geschlecht, Rasse und soziale Schicht in Bezug auf die Besuchenden; aufgrund der derzeitigen Migrantensituation ist diese Thematik für die Bildungseinrichtungen sehr aktuell, Museen können also auch in diesem Sinne einen wichtigen gesellschaftspolitischen Auftrag wahrnehmen.Alle Informationen zum Grundlehrgang Museumsarbeit können auf der Webseite der Landesabteilung Museen unter www.provinz.bz.it/museen nachgelesen werden.SAN
Anzeige
Anzeige

Hinterlasse einen Kommentar

Mehr Artikel

 | 
HIV und AIDS in Südtirol

Das Leben mit dem Tod

25 Menschen stecken sich in Südtirol jährlich mit dem HI-Virus an. Sicheres Todesurteil ist das keines mehr, aber Garant für Scham und Ausgrenzung.
0    

Resist

Mit „Resist“ legt die junge Rittner Rockband „Last Chance“ ihre erste eigene Single vor. Der Song handelt von Selbstvertrauen und Selbsthass.
 | 
Interview mit Spitzenkoch Roland Trettl

„Ich bin und bleibe Südtiroler“

Roland Trettl über First Dates, seine Hassliebe Südtirol und sein neues Buch „Nachschlag“, in dem er zu allem, was ihm nicht passt, seinen Senf dazugibt.
0    
 | 
Straßenzeitung Zebra

„Hopp, es geht weiter!“

Stephan verkaufte zebra. ab der ersten Stunde. Das gab ihm die Stabilität, um weitere Schritte zu wagen. Heute kann er sagen, dass er es geschafft hat.
0    
 | 
Wuttext über den Klimawandel

Sorry for my generation

Was wir unseren Kindern mit dem Klimawandel zurücklassen, ist das schwerste Erbe seit Menschengedenken. Wacht endlich auf!
0    
Anzeige