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Beste Maturanten feiern mit Landeshauptmann Kompatscher: Autonomie im Fokus

Landeshauptmann Arno Kompatscher hat die besten Maturantinnen und Maturanten des vergangenen Schuljahres heute (Montag, 28. Dezember) in die Universität Bozen eingeladen. Die Feier war vor allem ein Zeichen der Anerkennung für die erbrachten Leistungen, aber auch eine Gelegenheit, um über die Autonomie und die Zukunft Südtirols zu diskutieren. Mit dabei war auch Altlandeshauptmann Luis Durnwalder.
Bereits im Rahmen des Tages der Autonomie am 5. September dieses Jahres hat Landeshauptmann Arno Kompatscher jenen Maturantinnen und Maturanten, die im Schuljahr 2014-2015 die höchste Punktezahl erreicht hatten, persönlich gratuliert und sie zu einer Feier eingeladen.Heute Abend war es nun so weit: An der Universität Bozen fand die Maturantenfeier statt, die zugleich als Dialog zum Thema Autonomie, Südtirol und seine Zukunft angelegt war. Neben Landeshauptmann Kompatscher brachte sich auch Altlandeshauptmann Luis Durnwalder in die Diskussion ein, und gemeinsam standen sie den jungen Schulabsolventen Rede und Antwort. Die Moderation übernahm der Journalist Eberhard Daum."Die Autonomie ist ein Entwicklungsmodell", erklärte Landeshauptmann Kompatscher, "um die Vorzüge der Autonomie zu begreifen, reicht es, daran zu erinnern, wie es früher war." Er betonte auch, dass es sich bei der Autonomie um ein kompliziertes Regelwerk handelt, das für Sicherheit für alle drei Sprachgruppen gesorgt hat: "Der Proporz dient dem gezielten Volksgruppenschutz und ist kein Hindernis, aufeinander zuzugehen", so der Landeshauptmann.In ihren Wortmeldungen merkten die Maturanten vor allem an, dass sie die Mehrsprachigkeit und das Zusammenleben verschiedener Kulturen als eine Chance und eine Bereicherung betrachteten, die nicht nur auf dem Arbeitsmarkt einen Vorteil mit sich brächten, sondern auch eine kulturelle Weitsicht ermöglichten.Luis Durnwalder griff unter anderem das Thema der Freiheit auf, mit dem die Autonomie von den Maturanten ebenfalls in Verbindung gebracht wurde. "Dank der Autonomie haben wir die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen, die es früher nicht gab", erklärte Altlandeshauptmann Durnwalder und fügte hinzu, dass die 137 Kompetenzen, die Südtirol im Rahmen des Autonomiestatuts übertragen wurden, zu mehr Freiheit geführt hätten. Zugleich wies er aber auch auf die Verantwortung hin, die mit diesen Zuständigkeiten verbunden sind. "Dank der Autonomie ist es gelungen, das Misstrauen zwischen den Sprachgruppen zu überwinden", berichtete Durnwalder. Auch er unterstrich den Wert der Mehrsprachigkeit und des Verstehens der jeweils anderen Mentalität.Im Anschluss an die Diskussion bot sich den jungen Studierenden die Möglichkeit eines Austausches mit Vertretern der Südsterne, dem Netzwerk der Südtiroler im Ausland.Insgesamt 112 Schülerinnen und Schüler (73 an den deutschen, 36 an den italienischen und drei an den ladinischen Oberschulen) haben im letzten Schuljahr bei der staatlichen Abschlussprüfung der Oberstufe die höchste Punktezahl erreicht. Die meisten von ihnen haben nun ihre ersten Studienmonate hinter sich und verbringen die Weihnachtstage zu Hause.me
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