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Lustleben

Verfilmt, vermarktet, verkauft: Sexualität ist omnipräsent und schon lange kein Tabu mehr. Wirklich? Meist reden wir doch nur um den heißen Brei herum. Miriam Pobitzer bringt es in ihrem Buch auf den Punkt: Es geht um Lust, um Sex, um Befriedigung – für beide Geschlechter.

Für alle, die jetzt Lust auf mehr bekommen haben, hier ein kurzer Auszug aus dem Buch:

„Sexualität ist lebens- und überlebensnotwendig: Für die Weiterexistenz der Menschheit, für die Gesundheit der Erwachsenen und für das Überleben der Neugeborenen sind wir in unterschiedlichster Weise sexuell. Ist es einmal ein Streicheln, ein Flüstern von zärtlichen Worten, kann es ein anderes Mal lustvolle Erregung sein, die einen Höhepunkt erreicht, und in einer anderen Situation eine tiefe Umarmung, ein Sich-Halten. […] Sexualität leben, ihre Möglichkeiten wahrnehmen, sie zu verwirklichen, ist eine gänzlich menschliche Eigenschaft. Lieben heißt empfinden, genießen, sich austauschen, glücklich sein. Wenn dies nur so einfach wäre! Sexualität ist ein Tabu wie Tod und Blut. Keiner dieser Bereiche kann aus dem menschlichen Leben ausgeklammert werden. Es ist sonderbar: Wir sehen uns als aufgeklärte Menschen des dritten Jahrtausends, fliegen ins Weltall, können unser Wissen infrage stellen, sind integriert in eine globalisierte Welt, erkennen vielfältige Zusammenhänge und begreifen uns als mächtig und selbstständig. Und doch trauen sich viele nicht, sich selbst zu berühren, sind nicht fähig, sich selbst zu lieben.“

Zum Buch:

Miriam Pobitzer
De bello phallico. Eine Urgeschichte weiblicher Lust
Jetzt als E-Book erhältlich
Edition Raetia

 

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