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Gesund mit Südtirols bekanntester Kräuterfrau

Die Bewohner der schwer zugänglichen Alpentäler mussten sich oft auf das Wissen ihrer kräuterkundigen Mitmenschen verlassen. Ärzte waren nämlich teuer und oft weit entfernt. Eine solche „Anlaufstelle“ war die Ultnerin Rosa Schwienbacher, genannt Treiner Rosa.

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Bild: ©Privatarchiv-Moritz-Schwienbacher

Für ihre einfachen Hausmittel verwendete Rosa nur Zutaten, die die Menschen aus ihrer Umgebung leicht beschaffen konnten. Die Pflanzen und Kräuter wachsen in Wald und Wiese, Joghurt oder Honig stehen in der Küche und auch Pech und Lörget, das heilsame Lärchenharz, gibt unsere Natur her.

Die Apothekerin Zita Marsoner Staffler hat die Rezepte der Treiner Rosa sorgsam geprüft und festgestellt: Für viele lässt sich heute beweisen, dass sie helfen, sie sind noch verwendbar. Andere sind nicht empfehlenswert oder gar gefährlich, weil sie zum Beispiel Giftpflanzen enthalten. Manche sind auch überaus kurios – wenn Rosa zum Beispiel lebende Ameisen, Regenwurmöl oder Schießpulver als Inhaltsstoffe angibt.

So ein kurioses Rezept stellen wir euch jetzt vor. Solltet ihr mal eine Frostbeule haben, dann braucht ihr Hirnschnecken:

Frostbeulen (Rezept von Treiner Rosa)

Man nehme 1 Hirnschnecke, gebe Salz darauf und sobald die Schnecke tot ist, gebe man 1 Löffel Öl, dann Petroleum darauf, mische gut mit einem Hölzchen und reibe die erfrorenen Glieder damit ein.

Aus der Forschung (Kommentar von Zita Marsoner Staffler)

Es gibt nach wie vor Sirupe, die Schneckenschleim enthalten. Diese haben vor allem eine schleimlösende Wirkung. Auch heute noch wird dieses alte Hausmittel gegen Husten, Verschleimung und zur Pflege der Bronchien eingesetzt.

Petroleum ist das aus dem rohen Steinöl durch Destillation gewonnene Öl, es wurde äußerlich für chronische Ekzeme, Frostschäden und Ohrensausen verwendet.

Zum Buch:

Moritz Schwienbacher | Zita Marsoner Staffler (Hrsg.)
Treiner Rosa
Hausmittel einer Kräuterfrau
Edition Raetia 2017
Euro 24,90
Erhältlich im Buchhandel

Bild: Edition Raetia
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